Richtigstellung des Artikels: Neonazikonzert in Cossen

Am 21.10.2013 veröffentlichten wir einen Artikel mit dem Titel „Neonazikonzert in Cossen“. Das Konzert, auf dem unter anderem Michael Regener spielte fand nicht in Cossen, sondern im nahegelegenen Göritzhain statt. Dort mieteten die Neonazis das sogenannte „Gartenheim“ an.

NPD will am 2.11. gegen geplante Moschee in Leipzig-Gohlis demonstrieren

Seit im September 2013 die Pläne für den Bau einer Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in der Georg-Schumann-/Ecke Bleichertstraße bekannt wurde, bricht sich ein weiteres Mal eine xenophobe Stimmung Bahn. Dies betrifft nicht nur die Kommentarspalten in lokalen Internetmedien, sondern auch AnwohnerInnenschaft. Am Abend des 17.10.2013 konnte sich erneut keine BürgerInneninitiative gegen den Moscheebau gründen.

Bereits die für den 16.10. angesetzte Gründung einer BürgerInneninitiative konnte mangels Raum nicht stattfinden. Niemand outete sich zudem als InitiatorIn der Veranstaltung. Mehr als 70 Menschen – darunter auch etwa 20 Nazis um den NPDler Alexander K. – waren am Mittwochabend ans Gohlis Center gekommen und lieferten sich heftige Wortgefechte. Dabei hagelte es chauvinistische und xenophobe Argumente gegen den Islam und islamische Gebetshäuser (O-Ton z.B.: “Wir werden hier zugemüllt…”, “Ich bin nichts rechts, aber die Menschen müssen sich unseren abendländischen Gegebenheiten anpassen…”, “für die sind wir doch alle Ungläubige”, “Die können doch in ihrer Wohnung beten, das gehört doch nicht zur deutschen Kultur”).

Am 17.10.2013 fanden sich noch etwa 50 Personen vor dem Restaurant Neumann in Leipzig-Gohlis ein. Das Restaurant wollte seine Räume – nach eigenen Aussagen wegen eines Drohanrufes – nicht zur Verfügung stellen. Laut Informationen des Restaurant-Inhabers gegenüber der Presse hatte übrigens die CDU die Räume angemeldet.
Das Heft des Handelns nahm am Donnerstagabend dann auch CDU-Mitglied Sebastian Schermaul in die Hand. Schermaul ist Sprecher der Burschenschaft Arminia und arbeitet für den umstrittenen Professor Bernd-Rüdiger Kern (Mitglied der DSU und bekennender Antikommunist). Der Aufforderung die anwesenden Nazis zu verweisen, erwidert er sinngemäß, dass es hier nicht um links oder rechts, sondern um Gohlis gehe. Er reicht Unterschriftenlisten herum, in die sich Interessierte an einer ernsthaften Arbeit gegen die Moschee eintragen konnten. Während sich die nur drei anwesenden Nazikader (darunter Paul Rzehaczek und Alexander K.) – wohl aufgrund der Überzahl der AntifaschistInnen – lieber von ihrem Kameraden Enrico B. abholen lassen, schwelen rund herum heftige Diskussionen. BürgerInnen aus Gohlis gerieren sich als Islam-, Städtebau- und Demokratie-ExpertInnen. Von ihrem Vorhaben gegen die geplante Moschee aktiv zu werden, werden sie nicht ablassen, zukünftig hinter geschlossenen Türen.

Am 2.11.2013 nun hat sich wärhenddessen wie erwartet die NPD mit einer eigenen Veranstaltung vor Ort angesagt. Ab 11 Uhr wollen die Neonazis ab Georg-Schumann-Straße Ecke Lützowstraße unter dem Motto “Schöner leben ohne Moscheen” aufmarschieren.
Im vergangenen Jahr war die Nazipartei in Leipzig bereits zweimal (1.11.12 & 17.8.13) an der Moscheegemeinde in der Roscherstraße präsent um rassistische Propaganda gegen MuslimInnen zu machen. Der Kampf gegen eine vermeintliche Islamisierung stellt derzeit neben Hetze und Gewalt gegen Asylsuchende den wichtigen Eckpfeiler der nazistischen Aktionen dar. Damit kann sie – wie mensch in Rackwitz, Berlin-Hellersdorf, Leipziger Stadtteilen, Greiz… sehr eindrücklich vorgeführt bekam und bekommt – an in der BürgerInnenschaft weit verbreitete rassistische Einstellungen anknüpfen.

Die Moschee in der Georg-Schumann-Straße ist die zweite Moschee mit Minaretten, die die Ahmadiyya-Gemeinde in Ostdeutschland bauen möchte. Zudem gehört die 1925 eröffnete älteste Moschee Deutschlands zur Religionsgemeinschaft. 2006 kam es in Berlin-Heinersdorf zu massiven Protesten, erst durch die NPD und dann durch eine dortige Bürgerinitiative aus dessen Kreisen später die Partei „Die Freiheit“ hervor ging.

Dass es antifaschistischen Protestes gegen die geplante Versammlung der Nazis bedarf, liegt auf der Hand. Die Ressentiments gegen den Islam und gegen MigrantInnen sind – jenseits der platten Naziintervention – die eigentliche Herausforderung für alle, die für eine Gesellschaft der Freien und Gleichen eintreten.

Neonazikonzert in Cossen

Am 14.10.2013 versammelten sich ca. 60-70 Neonazis in der Alten Straße 20 im Lunzenauer Ortsteil Cossen , wo unter anderem Michael Regener, besser bekannt als Lunikoff, spielte. Die Location war ein alter Gasthof, der des Öfteren für Veranstaltungen vermietet wird. Die Polizei ging davon aus, dass das Konzert im sächsischen Geithain stattfindet und versammelte sich dort mit 30 Personen am Bahnhof. Manuel Tripp, der für die NPD im Geithainer Stadtrat sitzt schrieb darauf: „Wer sich noch wundert, warum gestern soviel Polizei in Geithain unterwegs war: Es gab einen Liederabend der heimattreuen Jugend. Ein bekannter nationaler Barde bot in geselliger Runde mit seiner Klampfe deutsches Liedgut dar. Was daran so gefährlich sein soll, dass es eine Hundertschaft Bereitschaftspolizei die Stadt in Beschlag nimmt, Zivilpolizisten heimlich Aktivisten folgen und der Verfassungsschutz Telefone abhört und ortet, weiß ich auch nicht… Jedenfalls scheint die Staatsmacht nicht die Hellste zu sein, denn auch trotz Einsatz von Stasi-Methoden konnten sie den Veranstaltungsort nicht ausmachen… 1:0 für uns“



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