Archiv für Februar 2009

„Erik and Sons“ – Onlineshop gehackt!

Text?

Die Datenantifa hat den offiziellen Online-Shop der Neonazimarke „Erik and Sons“ gehackt. Auf verschiedenen Filehostern sind nun für alle Interessierten die Daten der rechten Kunden dieses menschenverachtenden Ladens einzusehen. Auf der früheren Website von „Erik and sons“ wurde eine Botschaft hinterlassen:

One other style – same old shit

Wir haben diese Seite abgeschaltet, da sich mit dem Label „Erik and sons“ aktuell neben dem bekannteren „Thor Steinar“ eine weitere Marke etabliert, die mit mehrdeutigen Aussagen neonazistische Ideologie verbreitet. Wie haben die Schnauze voll von Naziidioten, die mit billigen Anleihen bei der nordisch-germanischen Mythologie eine „arische Rasse“ konstruieren wollen! Schluss mit Profiteuren hinter NS-Symboliken!

Ladenschluss überall und mit allen Mitteln!

Quelle: http://de.indymedia.org/2009/02/242765.shtml

Nazis plündern Linke Subkultur

Hardcore-Begriff ist jetzt rechte Marke

Ein Rechter lässt sich den Begriff einer Musikrichtung urheberrechtlich schützen, die eigentlich aus dem linken Milieu kommt. Jetzt befürchtet die linke Szene eine Klagewelle von rechts.

Niklas Kühn* traute seinen Augen nicht. Vor wenigen Tagen erhielt der Betreiber eines Onlineshops von einer seiner Lieferfirmen eine Mail mit dem Hinweis, dass einer seiner Artikel mit dem Schriftzug Hardcore „mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen gewerbliche Schutzrechte oder Persönlichkeitsrechte Dritter“ verstoße. Sollte das Shirt nicht verschwinden, könnten ihm „erhebliche Abmahnkosten“ ab 1.000 Euro aufwärts drohen, hieß es in dem Schreiben. Kühn ging der Sache nach. Über das Deutsche Markenregister ermittelte er den Namen, auf den dieser Begriff seit Januar 2009 eingetragen ist: Timo Schubert. Kühn war entsetzt: „Als ich im Internet gelesen habe, dass der Typ ein knallharter Nazi ist, bin ich fast vom Stuhl gefallen.“

Hardcore-Musik hat ihren Ursprung eigentlich in der linken Szene. Sie entstand Ende der 1970er-Jahre in den USA als schnelle und brachiale Weiterentwicklung von Punkrock und hatte eine eindeutig antirassistische Ausrichtung. Kultbands wie Minor Threat oder Black Flag haben bis heute ganze Generationen von Punk- und Hardcore-Bands geprägt. Seit ein paar Jahren gibt es jedoch auch Neonazi-Bands, die diese Musik spielen, hinterlegt mit rassistischen und antisemitischen Hasstexten.

Auch Schubert hat die Hardcore-Musik aufgegriffen. Er ist Schlagzeuger der Rechtsrock-Band „Agitator“ und nebenher Betreiber eines rechtsextremen Versandhauses. Auf seiner Webseite verkauft er neben T-Shirts seiner Band alles, was das nationale Herz begehrt. Von Kleidung der rechten Marke Erik & Sons über Sturmhauben bis hin zu Teleskopschlagstöcken und Tränengas.

„Mit der Markeneintragung wollen Neonazis ihren Versuch fortsetzen, linke Jugendkultur zu vereinnahmen“, glaubt Toni Peters vom Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum. Gleichzeitig gehe es aber auch um ein rein kommerzielles Interesse. „Die wollen nicht mehr nur mit Rechtsrock Geld verdienen, sondern auch in der nichtrechten Musikszene kräftig abkassieren.“

Die linke Hardcore-Gemeinde setzt sich zur Wehr. „Ich war überrascht, mit welchen Mitteln Neonazis inzwischen versuchen, die linke Musikszene zu schädigen“, sagte Joachim Hiller, Chef des Punk- und Hardcore-Magazins Ox. Hiller hat inzwischen Kontakt zu Plattenfirmen, Konzertagenturen und Bands aufgenommen, um gegen die Markeneintragung zu klagen.

Dass versucht wird, einen ganzen Musikstil urheberrechtlich zu schützen, sei nicht ungewöhnlich, sagt Anwalt Michael Plüschke, der auf Markenrecht spezialisiert ist. Jetzt gebe es für die Betroffenen nur zwei Möglichkeiten: Entweder man beantrage die Löschung des Begriffs im Markenregister und hofft auf den guten Willen der Behörde, ein „absolutes Schutzhindernis“ für den Begriff geltend zu machen. Oder es findet sich jemand, der Widerspruch einlegt und beweisen kann, dass er schon lange vor Schubert T-Shirts mit Aufdruck „Hardcore“ verkauft hat.

Das muss allerdings zügig geschehen. Bereits in wenigen Wochen läuft die Widerspruchsfrist für die Markeneintragung ab. Wird sie nicht eingehalten, könnte das Wort „Hardcore“ erst mal ganz offiziell der Naziszene gehören.

*Name geändert

Quelle: TAZ www.taz.de

Auswertung „No Pasaran“ – Demo in Dresden – No Pasaran! 14.Februar 2009

Text?

Gestern fanden sich ca. 4000 Antifaschisten und Antifaschistinnen und weitere 8000 Bürger in Dresden ein, um gegen den größten Naziaufmarsch Europas zu demonstrieren. Den faschistischen Aufmarsch besuchten nach polizeilichen Angaben ca. 6000 Jung- und Altnazis.
Schon beim Kontrollieren der Polizei kam es zu ersten kleinen Rangeleien, zwischen Polizisten und linken Demonstranten. Als sich die Demonstration endlich in Bewegung setzen durfte, kam am Theaterplatz zu einer sehr aggressiven Repression der Polizei. Am Theaterplatz musste die Demonstration aufgelöst werden. Weitere Infos über die Demo findet ihr hier.

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