Archiv für August 2009

Naziangriffe am Wochenende: Mügeln und Umland

Willkommen in Mittelsachsen

Nazis greifen in zwei Nächten dreimal an. Mindestens 3 Verletzte und Sachschäden.

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Döbeln, Mügeln, Wurzen – Zustände im Umgang mit Nazis wie in den 90ern!
In Döbeln, 25km von Mügeln entfernt, griffen in der Nacht zu Samstag sieben Mitglieder der Division Döbeln mit Schlagstöcken und Pfefferspray zwei Menschen an. Beide mussten sich ärztlicher Behandlung unterziehen, einer blieb stationär im Krankenhaus.

In der gleichen Nacht sammelten sich ca. 40 Nazis vor dem Vereinshaus des „Vive Le Courage“ in Mügeln und griffen das Gebäude, anwesende Personen und die eintreffende Polizei mit Bierflaschen und Signalkörpern an. Team Green nahm einen Nazi in Gewahrsam, verteilte Platzverweise und verhinderte Schlimmeres. (ddp-Meldung vom 29.08.09)

In der Nacht zu Sonntag sammelten sich erneut an die 20 Nazis in Mügeln und griffen an. Diesmal wurde eine junge Frau mit Schlägen, Tritten und nazistischen Parolen bedacht.

Bereits in der Nacht zum 23. August stellte die Polizei drei Nazis vor dem Vereinshaus in Mügeln dabei, wie sie betrunken gegen die Tür des Gebäudes traten. Dabei riefen sie nazistische Parolen, beschimpften anwesende Vereinsmitglieder und zerstörten die Verglasung. (Torgauer Zeitung vom 25.08.09)

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Sachsens NPD buhlt um den Mittelstand

Von Toralf Staud

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In Sachsen droht die NPD sich auch außerhalb der Protestwählerschaft zu etablieren. Vor der Landtagswahl am Sonntag hetzt die Partei dafür in gemäßigter Tonlage. Freitags ist Wochenmarkt in Sebnitz in der Sächsischen Schweiz. Auf dem schmucken Marktplatz neben dem Springbrunnen bauen Broilerbrater und Gemüsehändler ihre Stände auf. Vor einem Eierwagen stehen ältere Frauen mit leeren Eierpappen Schlange. Indische Händler verkaufen billige Feinstrumpfhosen und Steppwesten. Direkt daneben geht Holger Apfel auf und ab und verteilt – Äpfel. Auf die rote Schale ist mit einer Laser-Gravur das NPD-Logo gedruckt, am Infostand gibt es auch noch kleine Schnapsfläschchen Marke „Saurer Apfel“.


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Dresden: NPD-Folklore am Postplatz

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Nach dem peinlichen Wahlkampfauftritt der NPD am vergangenen Donnerstag in Pirna und Heidenau, sollte es heute in der Landeshauptstadt und dem Sitz der Landesregierung endlich besser werden. Neben dem NPD-Spitzenkandidaten Holger Apfel war außerdem der Fraktionsvorsitzende der NPD in Mecklenburg-Vorpommern, Udo Pastörs, als Redner geplant. Auf mehreren Kundgebungen rund um den Postplatz im Zentrum Dresdens, hatten verschiedene Parteien zum demokratischen Protest aufgerufen.

Acht Tage vor der richtungsweisenden Landtagswahl in Sachsen, hatte die NPD mit Unterstützung von Udo Pastörs und dem gescheiterten Bundespräsidentschaftskandidaten Frank Rennicke ihre Wählerinnen und Wähler zu einer Wahlkampfveranstaltungen in der Landeshauptstadt eingeladen. Bei der Ankunft des NPD-Spitzenkandidaten und Fraktionsvorsitzenden Holger Apfel war der Postplatz jedoch so gut wie leer, gerade einmal 40 BesucherInnnen wollten sich den Höhepunkt des Wahlkampfes nicht entgehen lassen. Genug Zeit also für Holger, jede einzelne der anwesenden Personen mit Handschlag zu begrüßen, so zum Beispiel auch Carmen Steglich, die Lebensgefährtin des inzwischen verstorbenen ehemaligen parlamentarischen Geschäftsführers Uwe Leichsenring. Doch auch nach einiger Verzögerung sollten es nicht mehr Gäste an diesem Tag werden. Schließlich begannen Jens Baur (NPD Kreisverbandsvorsitzender Dresden), Holger Apfel und Udo Pastörs (NPD Fraktionsvorsitzender aus Mecklenburg-Vorpommern) unter den Augen der ca. 20 WahlkampfhelferInnen mit ihren Wahlkampfreden. Auch die so genannten „Freie Kräfte“-Kader Ronny Thomas und Maik Müller blieben amüsiert auf Distanz und verließen wenig später die zahlenmäßig immer kleiner werdende Veranstaltung.

Für Stimmung sorgte weniger der selbst ernannte „nationale Liedermacher“ Frank Rennicke, als vielmehr die rund einhundert GegendemonstrantInnen rund um den Postplatz, die er mit den Worten „Abschaum“ begrüßte und wenig später noch als „hedonistische, sexsüchtige Individualisten“ beschimpfte. Ob­wohl der Protest die ganze Zeit über friedlich blieb, wur­den zu Be­ginn auf der Seite der Ge­gen­de­mons­tran­tInnen mehr­mals ohne er­kenn­ba­ren Grund von der Polizei die Per­so­na­li­en fest­ge­stellt. Auf Sei­ten der NPD kam es nicht zu Kon­trol­len.
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