Archiv für August 2009

Antihessmob in Chemnitz

Text?

Am 17. August sollte auch in Chemnitz ein „Heßmob“ stattfinden. Ziel der Nazis war es, gegen 19.30 Uhr am Marxmonument aufzutauchen und dort die letzten Worte von Rudolf Heß, die er vor seiner Verurteilung vor dem Nürnberger Kriegsverbrechertribunal abgab, auszusprechen.

Das wollten viele Menschen verhindern. Und so trafen kurz vor halb Acht trotz starken Regens immer mehr Nazigegnerinnen und Nazigegner in der Nähe des „Nischls“ ein. Diese setzten sich unter anderem aus Mitgliedern der Gewerkschaftsjugend, der SPD, der Grünen und der Linken zusammen. Aber auch Autonome Antifa, Punks, Studentinnen und Studenten, Schülerinnen und Schüler waren da, um ihren Protest zu zeigen. Die Polizei zeigte überall in der Innenstadt Präsenz und erlaubte auch Nazigegnerinnen und Nazigegnern nicht, die Fläche um den Marxkopf zu betreten. Dabei ging sie durchaus ruppig vor und drohte mit Platzverweisen und Anzeigen. Doch der Antimob ließ sich davon nicht beeindrucken. So wartete man auf mögliche Naziaktionen.

Doch von Faschisten war nichts zu sehen. Gegen 19.45 Uhr traf dann ein kleiner Haufen angetrunkener Nazis ein, die ihre Bierflaschen nicht nur zum Alkoholgenuß dabei hatten. Hier zeigten einige Nazigegnerinnen und Nazigegner Courage und drängten die Faschisten zurück, bis die Polizei dazwischenging. Dies war die einzige Naziaktivität, die an diesem Abend in der Innenstadt zu verzeichnen war. Die Faschisten hatten gekniffen. Flagge zeigen ist etwas anderes. Ihnen hätte sich offenbart, daß neben staatlicher Gewalt auch auch eine Mehrheit von Bürgerinnen und Bürgern nichts von ihrem braunen Spuk wißen will.

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Kein Nazi-“Flashmob“ in Rochlitz

Am heutigen Montag, den 17.August 2009, wurde ein spontaner „Flashmob“ in Rochlitz verhindert. Der Anlass war der Todestag von Rudolf Hess. Wie auch in anderen Städten angekündigt wurde auch in Rochlitz der „Flashmob“ geplant, aber dank von vielen antifaschistischen Menschen und Punks verhindert.

Durch die starke Präsenz der Antifas trauten sich die Neofaschisten keinen Muks von sich zu geben und fuhren wieder nach Hause.

Dies war eine vorbildliche Aktion, welche leider in Deutschland zu wenig vorzufinden ist, bzw. war.

Keine Nazis in Rochlitz, keine falschen Opfermythen!
Deutsche Täter sind keine Opfer!

Historical Backspin Colditz

Colditz goes 90er Jahre:

Antirassistische Fußballturnier in Colditz verboten. Bürgermeister und Polizei üben sich in Repression und Relativierung

Anfang der 90er, kurz nach dem Mauerfall, brach sich der deutsche Nationalismus Bahn. Offen ausgetragener Rassismus und Nationalismus auf den Straßen der neuen Bundesländer waren an der Tagesordnung. Die (bisherige) maximale Ausprägung: Rostock-Lichtenhagen. Nazis führten das aus, was die breite Bevölkerung (zunächst nur) zu denken wagte und schritt dann auch selbst zur Tat.

Mehr als 20 Jahre später und kein Stück besser, sind die Einstellungsmuster noch immer die gleichen. Die gewaltvolle Ausführung dessen, was von der Mehrheitsbevölkerung gedacht wird, wird durch einen normativen (Staats)Antifaschismus (a la Nazifreies geläutertes Deutschland) mäßig unterdrückt.

Heute: Die Tendenzen der letzten Jahre in der ostdeutschen Provinz (und auch in den Großstädten) zeigen aber deutlich, dass sich da aber auch gar nichts verändert hat. Nazis jagen und verprügeln alles was nicht „Volksgemeinschaft“ sein will. Die Bevölkerung…nun ja, das hatten wir schon. Die Verantwortlichen üben sich in Relativierung und Ablenkung von den „Vorkommnissen“. Als „Gegenmaßnahme“ wird dann erstmal der alternative Jugendclub dicht gemacht, denn der ist ja auch wirklich nur Provokation für die Nazis „Jungs und Mädels“ aus unserem Dorf.

Und wird heute mal eine Projektwoche veranstaltet, die die deutschen Zustände thematisieren will, dann…riecht es verdammt nach den 90ern.

Es ist nun offiziell:

Der Colditzer Bürgermeister untersagt in Zusammenarbeit mit der Polizei das antirassistische Fussballturnier am 22.August auf dem Colditzer Sportplatz eine Woche vor der Durchführung! Aufgrund von befürchteten Randalen und Sachbeschädigungen kündigt die Stadt Colditz ihren Mietvertrag des Colditzer Sportplatzes mit den Organisatoren des alternativen Fussballturniers, bei dem u.a. Organisationen, wie „Meine Stimme gegen Nazis“ und Gruppen/Vereine, wie der „Freiräume Muldental“ als Initiator und die „Gruppe 468“, sowie der „Courage e.V., das Ndk Wurzen u.v.m. mitwirkten. (mehr…)



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