Archiv für Oktober 2009

Roter Stern Leipzig von Nazis angegriffen

Pressemitteilung vom 24.10.2009
Roter Stern Leipzig ´99 e.V.

Beim Auswärtsspiel des Roten Stern Leipzig (RSL) am 24.10.2009 beim FSV Brandis kam es zu einem gewalttätigen Angriff von ca. 50 Personen gegenüber den Spielern, Verantwortlichen und Fans des RSL. Die Angreifer sind dem neonazistischen Spektrum zuzuordnen.

Auf Nachfrage schilderten Verantwortliche des FSV Brandis und eingesetzte Polizisten, dass sie bereits im Vorfeld Erkenntnisse hatten, dass Nazis zum Spiel anreisen wollten. Dennoch konnten die Vereinsordner und die wenigen anwesenden Polizisten nicht die Sicherheit gewährleisten. Im Vorfeld der Partie stattgefundene Gespräche zwischen dem FSV Brandis und der Polizei führten nicht zu einer Aufstockung der Einsatzkräfte.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/c/c2/Roter_Stern_Leipzig_Logo.jpg
Kurz vor Spielbeginn wurden Fans des RSL durch Lautsprecherdurchsagen gebeten, eine Seite des Sportplatzes zu räumen, weil „die Dummen noch kommen“. Auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass ein Brandiser Ordner der angreifenden Personengruppe einen separaten Eingang öffnete, sich daraufhin vermummte und an den Auseinandersetzungen auf Seiten der Nazis teilnahm.

Nach dem unkontrollierten Betreten des Sportplatzes bewaffneten sich die Angreifenden mit Eisenstangen, Steinen und Holzlatten, die auf dem Sportplatz deponiert waren. Dieser Umstand lässt auf einen geplanten Angriff schließen.

Für eine vorzeitige Planung der Aktion spricht zusätzlich die Teilnahme von einschlägig bekannten Neonazi-Aktivisten. Die politische Motivation des Angriffes ist durch die Rufe der Angreifer „Scheiß Zecken“ und „Scheiß Rote“ belegt.

Mit Anpfiff des Spiels warfen die zum Teil vermummten Personen pyrotechnische Erzeugnisse, Steine und zusätzlich eine Flasche, die mutmaßlich mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllt war, in die Reihen der RSL-ZuschauerInnen.

Daraufhin kam es zu Jagdszenen, sofort wurden wahllos die Fans des Roten Sterns mit den bereitgestellten Gegenständen angegriffen. Die Fans wichen zurück, wurden aber durch die baulichen Gegebenheiten des Sportplatzes in die Enge gedrängt. Man musste sich bis zum Eintreffen der Polizei selbst schützen und erwehrte sich den Angriffen. Im Zuge der Angriffe wurden drei Personen schwer, und weitere Personen verletzt. Zur Zeit werden die Schwerverletzten in Krankenhäusern behandelt.

Durch den Neonaziangriff wurde die Partie nach zwei Minuten abgebrochen.

Trotz der Erkenntnisse waren unverständlicher Weise nur wenige Polizeibeamte vor Ort. Erst nach einer halben Stunde kamen weitere Beamte zum Ort des Geschehens.

Die angreifenden Neonazis zogen sich nach ihrem Angriff in den Ort zurück. Bereits bei Ankunft in Brandis konnten mehrere Neonazis vor einem Lokal auf dem Marktplatz ausgemacht werden.

Wir gehen davon aus, dass die Polizei die zahlreichen Hinweise über den Aufenthaltsort der Angreifer im Nachgang der Geschehnisse zum Anlass genommen hat, um die Identitäten festzustellen. Weiterhin erhoffen wir uns, dass – wie auf Nachfrage bestätigt-, die Vereinsverantwortlichen von Brandis, die ihnen bekannten Personen aus der angreifenden Gruppe identifizieren. Wir fragen uns, warum weder Polizei noch der platzbauende Verein für die Sicherheit während der Partie Sorge tragen konnten.

Roter Stern Leipzig ´99 e.V.

Augenzeugenbericht:

Zum – anscheinend – gut organisierten Überfall vermummter Nazis auf Fans von Roter Stern Leipzig während eines Auswärtsspiels beim FSV Brandis dokumentieren wir hier einen ersten kurzen, per Mail eingegangenen Bericht eines Augenzeugen.

noch etwas geschockt und wütend bin ich gerade aus brandis zurück, wo wir heute auswärts antreten sollten. dazu kam es nicht wirklich, denn zwei minuten nach anpfiff stürmten 50 vermummte nazis mit eisenstangen, pyros und allerlei anderen utensilien den platz und es trug sich eine ungefähr 10-minütige konfrontation zwischen stern-fans und nazis zu, die von den vier anwesenden verkehrspolizisten (!) natürlich in keinster weise aufgelöst werden konnte.
nach heftigen szenen konnten wir die nazis aber vom sportgelände zurückschlagen. fazit: drei verletzte (teils schwer) sterne-fans.

das brisante an der sache ist nun aber, dass schon im vorfeld gerüchte über einen nazi-angriff auf uns kursierten. die polizei wusste dies – und wollte aus personalmangel aber keine leute bereitstellen. erst eine halbe stunde nach dem überfall traf eine hundertschaft in brandis ein. außerdem haben mehrere augenzeugen beobachten können, dass einer der ordner des heimvereins den nazis den zugang zum sportgelände ermöglichte, kurz vor den auseinandersetzungen die ordner-binde abnahm und während der schlägerei auf seiten der nazis mitmischte.

ich kann dir sagen, so eine qualität habe ich noch nicht wirklich erlebt.

http://www.sportswire.de/?p=1257

Nun ein verweis zum Artikel des MDR:
Klick

„Freies Netz“ ist zurück…

Nachdem das Internetangebot des „Freien Netzes“ 10.Juli 2009 aus den weiten des Internets verschwunden war, ist das Onlineangebot des „Freien Netzes“ auf einem anderen Server und über eine andere Domain zu erreichen.

Auf der Internetdomain von Fabian Spanuth „http://www.fuckyoursociety.de/“ findet man beispielsweise unter dem Link http://www.fuckyoursociety.de/borna-geithain/ das Internetportal vom „Freien Netz Borna/Geithain“.

Somit kann man also in Kürze erwarten, dass alle ehemaligen Naziseiten vom „Freien Netz“ wieder online gehen/teilweise schon sind. Ein daraus entstehendes Problem ist, dass die Internetblogs ,wie in dem Text „Neonazis ungebremst auf Werbetour im Internet“ aufgezeigt wird, einen neugestalteten, modischen und alternativen „Look“ annehmen werden. Diese neue Modeerscheinung ist teilweise richtig grob von der Antifa geklaut und ab kopiert und es ist noch nicht absehbar wohin diese Entwicklungen gehen werden und wohin diese führen.
Auf einem unserer Beiträge wurden schon viele Informationen über den Betreiber der Internetseite „mittelsachsen.org“, Fabian Spanuth, zusammengefasst.

Fabian Spanuth erstellt und verwaltet zahlreiche Internetplattformen und bezeichnet sein kleines „Unternehmen“ als „Spani-Mediendesigne“. Es ist also anzunehmen, dass auch viele „Freie Netz“-Seiten von ihm gemanagt werden könnten.

Abschließend und zusammenfassend kann mensch sagen, dass die Neonazis des Szenespektrums „Freies Netz“ wieder eine Möglichkeit gefunden haben, ihre menschenfeindlichen Parolen, dumpfen Texte und Bilder im Internet zu verbreiten.

Freies Netz abschalten!

Naziaufmarsch am 7. November 2009 in Halle stoppen

Wer hätte das gedacht: Nicht einmal fünf Monate, nachdem die Witzfiguren der halleschen Jungen Nationaldemokraten (JN) und ihr dumpfbackiger Anhang am 17.Juni mit einer Klatsche nach Hause geschickt wurden, wollen sie sich am 7.November erneut vor Provinzfotografen, entnervten Polizeibeamten und den Kameras des MDR-Fernsehens lächerlich machen.

Warum die Nazis diesmal demonstrieren ist dabei so egal wie beliebig. Ob sie gegen so genannte „Kinderschänder“ agitieren, sich über „linke Gewalt“ ereifern, sich für die Rettung von Pelztieren nackt ausziehen, von der Volksrevolution 1989 halluzinieren oder sich mit dem Kampf der Hamas gegen Israel solidarisieren: Es spielt keine Rolle. Das Denken eines Nazis ist Wahn; auf Motivsuche zu gehen ist so überflüssig wie der Tritt in einen Hundehaufen.

Und doch macht es Sinn, gegen die berufsdeutschen Hampelmänner aktiv zu werden. Aus einem einfachen Grund: Noch der lächerlichste Nazi ist schlicht und einfach eine Gefahr für jeden, der sich zur falschen Zeit am falschen Ort befindet und aus welchen Gründen auch immer in sein ausgeprägtes Feindbild passt. Und auch wenn Halle sicherlich nicht als Hochburg organisierten Nazitums gelten kann, es ist einfach richtig, ihnen ihre öffentlichen Darbietungen – seien sie noch so peinlich – zu vermiesen. Was zwar deren Größenwahn nicht heilen wird, uns aber zumindest etwas bessere Laune verschafft.

Es kann bei genauerer Betrachtung der Naziaufmärsche der letzten Jahre in Halle nur eine Begründung für den neuerlichen Auflauf geben: Sie glauben, sie hätten nichts mehr zu verlieren. Es gilt, ihnen diesen Zahn möglichst schmerzhaft zu ziehen. Oder, wie wir es beim letzten Mal formuliert haben: Man muss den Trotteln ihre Auftritte versauen, um sich danach wieder ungestört der Kritik der Verhältnisse widmen oder einfach nur in Ruhe ein Bier trinken zu können. Also: Spiel’s noch einmal, Sam!

Antifaschistische Gruppen Halle (10/2009)

Zur Kampange: http://nonazisinhalle.tk/

Auswertung Naziaufmarsch in Leipzig | 17.10.2009

Pressemitteilung 17.10.2009 – Widersetzen war riesiger Erfolg!!!

2000 Gegendemonstrant_innen verhindern gewaltfrei Neonaziaufmarsch.

Das Bündnis 17. Oktober hat heute den Neonaziaufmarsch in Leipzig friedlich verhindert. „Wir freuen uns über den immensen Zuspruch, den die gemeinsamen und gewaltfreien Proteste gefunden haben. Mehr als 2000 Menschen, Initiativen und Vereine aus allen Spektren der Gesellschaft waren an diesem Samstag auf der Straße.“, so die Pressesprecher_innen des Bündnisses, Stefan Kausch und Juliane Nagel.

„Diese Menschen haben den Ideologien der Ungleichwertigkeit und deren neonazistischen Akteuren ein deutliches „Nein“ entgegen gesetzt! Dies stimmt uns optimistisch für zukünftiges, zivilcouragiertes Engagement im Alltag. Unser Ziel bleibt eine pluralistische, solidarische (Stadt-) Gesellschaft, nicht nur am 17.10.!“, so die BündnissprecherInnen.

Die Neonazis mussten frustriert und erfolglos das Feld räumen. Das Bündnis weiß jedoch, dass die alltägliche Arbeit gegen Neonazis, Alltagsrassismus usw. weiter gehen muss.

Die Polizei hat für heute ein Lob verdient. Auch wenn wir die Personenkontrollen auf dem Weg zu den Gegendemos weiterhin übertrieben finden, könnte die Einsicht in die Notwendigkeit und Entschlossenheit der Widersetzaktionen aus unserer Sicht ein erster Schritt in ein maßvolles Polizeiverhalten sein. Denn antifaschistische Aktivitäten gehören nicht kriminalisiert, sondern sind als politisch legitim einzustufen.
http://media.de.indymedia.org/images/2009/10/263724.jpg
Insgesamt herrscht für den Moment große Freude und Zufriedenheit bei den Organsator_innen des Bündnisses. Weder in Leipzig, noch in irgendeiner Gesellschaft sollen Neonazis Räume erhalten.

Quelle: http://leipzignimmtplatz.blogsport.de/2009/10/17/pressemitteilung-17102009-widersetzen-war-riesiger-erfolg/

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Nun noch eine kurze Berichterstattung zu den Gegenveranstaltungen des Nazi-Aufmarschs in Leipzig, welche von einer Einzelperson auf Indymedia verfasst wurde:

Antifa, ick lieb Dir wieda

Die Ausgangssituation dieses Tages war ziemlich klar: Die Leipziger Nasen hatten eine Demo unter dem Titel „Recht auf Zukunft“ angemeldet, die vom S-Bahnhof Sellerhausen zum Hauptbahnhof führen sollte. Erwartet wurden ca. 500-700 Nazis und etwa 1000 Gegendemonstranten.
Nachdem wir in LE ankamen, führte uns der erste Weg zu einem der vielen Infopunkte, wo uns ein älterer Herr Richtung des Torgauer Platzes verwies. Dort angekommen sahen wir bereits eine erste Blockade mit vielleicht 200 Leuten, in der 50 m entfernten Parallelstraße noch einmal etwa 150 Leutchens. Ganz schön wenig. Mittlerweile war nämlich bereits nach 12 Uhr, und erste Meldungen gingen von einer Anzahl von ca. 1500 NazisInnen, der damit korrelierende Mittelwert des IQ wurde aufgerundet auf 0,2 berechnet. Dennoch tat sich an den Blockaden herzlich wenig, es wurde Musik gespielt, ne Samba-Truppe rockte und Fahnen wurden fleissig geschwungen. Alles ziemlich friedlich. Nach einer kurzen 90-minütigen Dönerpause gesellte sich unsere Truppe wieder in Richtung der Blockaden, wo es mittlerweile ein bisschen voller geworden war. Beide Blockaden direkt vor dem S-Bahnhof standen noch, zahlenmäßig verstärkt durch Spätaufsteher. Auf dem Weg zum dritten Blockadepunkt begegneten uns mehrere brennende Mülltonnen und ein brennender Dachstuhl (?), dessen Bedeutung aber niemand enträtseln konnte. Mittlerweile hatte auch Team Green ordentlich an Menschenmaterial aufgestockt, die Gegend um den Startpunkt der Faschos war vollgeschissen mit Bullen. Die aber außer hektischen hin- und herwanken nichts taten. Wirklich nicht. Gar nichts. Seltsam.
Mittlerweile hatte sich ein rege Fluktuation innerhalb der Eisenbahnstrasse gebildet (also die Anfangsmeter der Nazis), die Zahl an Gegendemonstrantinnen war sehr schwer zu schätzen, deswegen wage ich jetzt eine unsichere Prognose: 5 000 000 000, vielleicht auch 2000, schwer zu sagen.
Zwischen 15 und 16 Uhr erreichten den Mob die ersten Meldungen, dass die Nazis nun loslaufen würden. Die Bullen demnach die Blockaden durchbrechen müssten. Die Bullenfrau fing mit ihrer Standardräumdurchsage an, wurde aber durch einen wirklich ohrenbetäubenden Lärm schlicht und ergreifend marginalisiert. Ähnlich die nächste Durchsage. Mittlerweile waren die Faschos auch in Marschformation angetreten und wedelten fleissig mit einer schwarzen Fahne. Die anderen FahnenträgerInnen waren anscheinend zu gestresst vom Warten.
Plötzlich kommt Bewegung in die Sache, Rauch steigt aus der Fascho-Demo auf, die Bullen auf der Brücke drehen sich um, um besser gaffen zu können. Die Nasen hatten einen Ausbruch versucht. Wie niedlich. Dann drehte sich der erste Wasserwerfer von der Blockade weg Richtung Nazis. Was für ein symbolisches Bild. Also, jedenfalls für mich als Dabeigewesenen. Kurz darauf kommt eine Durchsage: Die Nazi-Demonstration wurde für aufgelöst erklärt. Ein siegessicheres Nicken geht durch die Reihen der AntifaschistInnen, gefolgt von einem nachdenklichen: MUHAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA! Keinen Schritt für die Nazis.
Nachdem dies verbucht wurde, setzten sich plötzlich aus allen Löchern kommende schwarzgekleidete Menschen in Bewegung. Ein sehr deutschlandbejahendes Auto, erblindet auf der linken Heckscheibe, kurz danach verliert es sein Gleichgewicht. Vereinzelte Bullenkisten werden von autonomen AntifaschistInnen angegriffen, kurz darauf fällt ein weiteres Auto der Erdumdrehung zum Opfer. Wieder fliegen Steine… usw. usf. Der Mob begibt sich steinewerfend und kichernd Richtung Hauptbahnhof. Und wir ins Auto.
Alles was danach in LE passierte, müssen andere SchreiberlingInnen nachreichen.

Alles in allem kann man sagen:
Nazidemo: ca. 1500 Leute
Gegendemonstranten: ca. 2000 mit einem hohen Anteil an Autonomen
Dauer des Naziaufmarschs: 240 Minuten
Strecke des Naziaufmarschs: die Treppe runter

Mensch kann sagen, was er will. An diesem Tag haben die Menschen in leipzig großartiges geleistet, sowohl die Sportgruppen als auch die gewaltfreien TeilnehmerInnen. Sehr feine Sache. Ehrlicherweise muss mensch allerdings auch sagen, dass sich das Team Green, trotz eines enormen Aufgebots, sehr zurückhaltend gegeben hat. Entgegen der Aussage des Polizeioberfuzzis von Leipzig.
Die Faschos haben an diesem Tag in Leipzig gelernt, wo ihr Recht auf Zukunft liegt, nämlich unter ner S-Bahnbrücke.

Ein Anarchist

Quelle: http://de.indymedia.org/2009/10/263621.shtml

Nazikundgebung | Freiberg | 7. Oktober | Jakobikirche

Gefunden auf dem Blog d. Antifa Freiberg:

Geschichtsverdrehung vor der Jakobikirche

Text?

Am Abend des 07. Oktober versammelten sich ca. 40 Neonazis vor der Freiberger Jakobikirche um unter dem Motto „Mord war ihr Mittel – Freiberg das Ziel“ die Geschichte zu verdrehen. Angemeldet wurde die Mahnwache von NPD-Kreisrat Steve Weisbach aus Lichtenberg. Schon gegen 18 Uhr hatten sich ungefähr 30 Nazis aus Freiberg und Dresden am Freiberger Bahnhof versammelt und wurden dann von der Polizei zur Jakobikirche eskortiert. Mit dabei war auch die NPD-Stadträtin Heidelore Karsten sowie der Dresdner Naziaktivist Maik Müller. Nach ungefähr einer Stunde war die Veranstaltung wieder vorbei. Bereits die Nacht vorher hatten Nazis in der Bahnhofsvorstadt Plakate mit antisemitischen Inhalt geklebt.

Vom „Verein gegen Extremismus“ oder von „Gegenwehr demokratischer Kräfte“, wie in der Freien Presse gefordet wurde, war nichts zu sehen. Lediglich einige Jugendliche versuchten die Nazis bei ihrem geschichtsrevisionistischen Treiben lautstark zu stören. Die Polizei schritt jedoch sofort ein und verteilte beliebig Platzverweise an die jungen Menschen, die Couragen zeigen wollten und verunmöglichte so wieder einmal öffentlichen und direkten Protest.

Mehr Informationen rund um den 07.10. hier:
Freiberg – die kollektive Unschuld?
Nazis planen Aktion in Freiberg !?

weitere Bilder:

noch mehr Bilder auf http://afg.blogsport.de/2009/10/08/geschichtsverdrehung-vor-der-jakobikirche/.



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