Archiv für November 2009

Erneute Nazirandale in Colditz

Text?

Nichts neues aus Colditz, Angriffe – Drohungen – Randale. Am Wochenende wurde ein Dönergeschäft von einem ca. 15 Personen starken Nazimob angegriffen als dieser Parolen skandierend und randalierend duch Colditz zog. Tage zuvor wurde bereits ein Privathaus eines nicht-rechten Bürgers angegriffen.

Die Situation ist nichts neues in Colditz und der näheren Umgebung. Berichte und Chroniken gibt es zu genüge. Zeit mal wieder auf die aktuellen Ereignisse hinzuweisen. Die militanten und gut vernetzten Nazis griffen vergangenes Wochenende ein Dönerladen am Markt an. Ein Parolen skandierender und randalierender Nazimob lief durch die Colditzer Innenstadt – der wöchentliche Alltag in einer ostdeutschen Kleinstadt in der Provinz.

Tage zuvor griffen einig vermummte Täter_innen, die der lokalen Naziszene zuzuordnen sind schon das Geschäftsgebäude eines engaierten Colditzer Bürger an, welcher gegen die Nazis aktiv ist und dies auch in der Öffentlichkeit offen anspricht und kritisiert.

Von außen betrachtet greifen die Einschüchterungen der Nazis. Nur wenige Einzelpersonen engagieren sich, die Veranstaltungen der Kirchgemeinde Colditz gegen Rechtsextremismus scheinen nicht mehr aktuell und das Bündnis gegen Rechtsextemismus ist und war schon immer mehr schein als sein.

Weitere Informationen auf http://de.indymedia.org/2009/11/267477.shtml

Nazidemo in Döbeln! – 28.11.09


- am 28.11. findet von 12.00-15.00 Uhr auf dem Obermarkt eine Kundgebung der Zivilgesellschaft statt, die sich als Anlaufpunkt anbietet.

- Vorsicht: Im vergangenen Jahr griffen Nazis, darunter auch einer der Anmelder der heutigen Demonstration Personen an, die im Vorfeld der Nazi-Demo im letzten November Plakate verklebt haben – gebt diesbezüglich auf euch acht!!!
- bewegt euch in vielen kleineren Gruppen, es ist mit einem größeren Polizeiaufgebot zu rechnen

Am kommenden Samstag, der 28. November 2009 ist in Döbeln eine Nazidemonstration unter dem Motto: „Volkstod verhindern – Recht auf Zukunft sichern!“

Die Nazis werden sich 12:00 Uhr am Hauptbahnhof Döbeln treffen.

Dazu die Pressemitteilung der Antifa RDL:

Für Samstag, den 28.11.2009, mobilisiert eine Döbelner Nazikameradschaft zu einer Demonstration durch Döbeln. Unter dem Motto „Volkstod verhindern“ wollen die „Nationalen Sozialisten Döbeln“ an ihre Demonstration im November 2009 anknüpfen. Im Aufruf zur Demonstration beklagen die Nazis eine angebliche „Vermischung unseres Volkskörpers mit Menschen ausländischer Abstammung“ und prangern „Zinsknechtschaft“ an (1). Umissverständlich offenbaren sie hier ihr rassistisches und antisemitisches Weltbild..

Der zweite Nazi-Aufmarsch beinah binnen Jahresfrist ist ein Zeichen für sich verfestigende Nazistrukturen in und um Döbeln. Direkte Folge dieser strukturelle Stärkung ist die zu beobachtende kontinuierliche Aktivität. Erheblich begünstigt wird die Verfestigung dadurch, dass es den Döbelner Nazis gelungen ist in einem Objekt auf der Reichensteinstraße/Am Burgstadl einen festen Anlaufpunkt zu etablieren. Genutzt wird der Treffpunkt u.a. als Proberaum der Döbelner Rechtsrockband „Inkubation“, als Ort für Schulungsveranstaltungen und als Konzertraum, wie zuletzt am 26. September 2009, als dort unter den Augen der Polizei verschiedenen Nazicombos aus Sachsen spielten (2). Zu dem kam es aus dem Objekt heraus zu einem Übergriff: Ende August wurden zwei nicht-rechte Jugendliche aus dem Objekt heraus von 15 Nazis angegriffen und schwer verletzt (3).

Die NutzerInnen dieses Objektes sind identisch mit den Demo-OrganisatorInnen. Die Bezeichnung „Nationale Sozialisten Döbeln“ ist dabei nur ein neues Label der hießigen Naziszene. In der Vergangenheit trat dieselbe Personengruppe unter der Bezeichnung „Division Döbeln“ auf, sie verbirgt sich in ähnlicher Konstellation auch hinter dem Namen „Initiative für Döbeln“.

Vor diesem Hintergrund gilt es am 28. November den Naziaufmarsch zu problematisieren, eindeutig Position zu beziehen und sich der rassistischen Hetze entgegenzustellen. Danach muss der Blick auf die Reichensteinstraße gerichtet werden und dem Nazi-Objekt ein Riegel vorgeschoben werden.

(1) siehe Homepage der „Nationalen Sozialisten Döbeln“: http://n-s-d-l.info.ms/ (eingesehen am 24.11.2009)
(2) Neben der Döbelner Band „Inkubation“ spielten damals „Storm of mind“ und „Aryan Hope“ aus Wurzen, sowie „Priorität 18“ aus Dresden.
(3) siehe Homepage der Opferberatungsstellen Sachsen: http://www.raa-sachsen.de/index.php?Itemid=3&option=com_content&catid=41

weitere Informationen auf dem Blog der Antifa RDL!

AJZ Chemnitz Demo – Auswertung

Pressemitteilung des AJZ vom 24.11.2009

700 Menschen demonstrieren für den Erhalt des AJZ und gegen Einsparungen im Jugendbereich

Am Dienstag,dem 24. November demonstrierten 700 Menschen unter dem Motte „AJZ bleibt!“ gegen Kürzungen im Alternativen Jugendzentrum und in der Jugendarbeit der Stadt Chemnitz.
Zahlreiche Redebeiträge richteten sich gegen die Kürzungspläne der Stadt im Sozial- und Jugendbereich. Aus Sicht der Aufrufenden ist die Demonstration ein erster erfolgreicherAuftakt der Kampagne für den Erhalt der Jugendarbeit und des Hauses AJZ überhaupt. Grund der Demonstration war die für diesen Tag angekündigte entscheidende Sitzung des Jugendhilfeausschusses, die Kürzungsentscheidung wurde aber mittlerweile auf den 8. Dezember vertagt.

Aufgerufen zu der Demonstration, an der sich zahlreiche betroffene Projekte beteiligten, hatte der AJZ e.V.. Hier stehen der Jugenklub Benario, eine Stelle in der politischen Jugendbildung und eventuell auch die mobile Innenstadtarbeit auf dem Spiel. „Aus unserer Sicht ist es notwendig jetzt den Protest gegen die Kürzungen aufrecht zu erhalten und weiter im Bündnis mit den anderen Trägern zu agieren“ so ein Mitglied des AJZ e.V.. Mit dem Auftritt der Band „Of Quiet Walls“ wurde ein Teil aktiver Jugenkultur auf der Straße repräsentiert.

Eine Grußadresse der Initiatoren des Bildungsstreiks wurde verlesen. Jan Koch vom „Netzwerk für Kultur und Jugendarbeit“ kritisierte die nicht nachvollziehbare und intransparente Arbeit der Verwaltung der Stadt. Die Stadt argumentiere mit einem sinkenden Bedarf in der Jugendhilfe, tatsächlich steige aber die Besucher- und Nutzer_innenzahl der Einrichtungen. Ein Vertreter des „Experimentellen Karrees“ machte auf den repressiven Umgang der Stadt mit jungen Menschen aufmerksam, die alternative Wohn- und Kulturprojekte fordern.

Ein Vertreter des Bündnisses „Ich bin zu teuer für diese Stadt“: „Wir haben es satt, dass Kürzungspläne mit Verweis auf falsche Statistiken gegen die Bedürfnisse junger Menschen gerichtet werden. Der Sozialkahlschlag ist mit uns nicht zu machen.“

>>>http://www.ajz.de/< <<
>>>http://ajzbleibt.blogsport.de/< <<

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