Gestern Abend besetzten 30 Menschen eine leerstehende Villa auf der Jägerstraße 22 in der Radeberger Vorstadt. Nach ihren Angaben wollen sie damit auf die massive staatliche Repression gegenüber TeilnehmerInnen an den Protesten zur UN-Weltklimakonferenz in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen aufmerksam machen.
Seit mehreren Tagen reagiert die dänische Polizei mit Masseningewahrsamnahmen auf die anhaltenden friedlichen Proteste und geben damit einen Vorgeschmack auf die nächsten Jahre. Höhepunkt der Repression war der Überfall auf den so genannten Freistaat Christiana im Zentrum Kopenhagens in der Nacht auf Dienstag. Der Stadtteil diente während des Gipfels als Anlaufpunkt und Rückzugsort für Menschen aus der ganzen Welt.
Ziel der BesetzerInnen in Dresden ist es, einen Ort zu schaffen, an dem politische und kulturelle Projekte mit günstigen und selbstverwalteten Wohnräumen verbunden werden können. Neben bezahlbaren Lebensräumen sollen auch Ideen, wie einen Umsonstladen, Selbsthilfewerkstätten, ein Spendencafé, Gärten, Probe- und Veranstaltungsräume verwirklicht werden.
Nach unbestätigten Angaben, hat die Polizei den Menschen die Möglichkeit eingeräumt, das besetzte Haus bis 12 Uhr wieder zu verlassen. In diesem Falle soll der Eigentümer angeboten haben, auf eine Strafanzeige zu verzichten.
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