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http://www.spiegel.de/video/video-1046219.html
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Ein guter Bericht zur Nazidemo in Dresden:
Früh um 7 Uhr war es noch relativ ruhig in der Neustadt. Am Bahnhof Neustadt hatten sich bereits 150 Naziordner in einem Teezelt eingefunden, vermutlich um eine Besetzung ihres Antreteplatzes zu verhindern. Geholfen hats ihnen an dem Tag nichts. Kurze Zeit später sammelten sich bereits die ersten Gegendemonstranten am Albertplatz. Anfangs versuchte die Polizei die schnell anwachsende Menge in Richtung Altstadt abzudrängen. Musste aber bald abrücken, weil auch an anderen Orten in der Neustadt erste größere Ansammlungen von Gegendemonstranten auftauchten, von denen einige gerade für die Polizei gefährlicher erschienen. Diese Gelegenheit wurde genutzt und die Kreuzung vor dem Albertplatz (Anton-/Königsbrücker-/Bautznerstraße) wurde besetzt. Eine Spontankundgebung wurde angemeldet, wenig später traf eine Bühne ein, von der Musik gespielt und Reden gehalten wurden. Die Menge wuchs bald auf knapp 2000 Menschen an.
Auf der andere Seite des Bahnhofs Neustadt hatten anreisende Busse vor allem aus dem Nordosten durch schnelles, entschlossenes Handeln eine Blockade mit ca. 2000 Menschen auf der Hansastraße errichtet. Damit war der Weg der Nazis schon in die zwei Hauptrichtungen dicht. Wenig später kam eine Blockade von mehreren Hundert Menschen auf der Leipziger Straße hinzu. Immer wieder bildeten sich im Umfeld des Bahnhofs Neustadt kleinere Blockaden auf den Straßen. Zu diesem Zeitpunkt gab es keine sinnvolle Route für die Nazis mehr, auf der keine Blockaden hätten geräumt werden müssen.
Auf der anderen Seite der Elbe wurden zu dieser Zeit die Menschen daran gehindert, die Brücken in Richtung Neustadt zu überqueren und die Polizei log die Leute an, dass es auf der anderen Seite keine angemeldete Kundgebung gäbe, obwohl die Veranstaltung am Albertplatz inzwischen ordnungsgemäß angemeldet war. Einige Hundert Menschen sammelten sich und zogen dann in einer spontanen Demonstration durch die Innenstadt. Am Bahnhof Mitte besetzten mehrere Hundert Menschen eine ganze Weile die Gleise und brachten den Zugverkehr und damit die Anreise der Nazis ins Stocken.
Bis 12 Uhr, als die Naziveranstaltung laut Plan beginnen sollte, hatten es lediglich 300 Nazis bis zum Schlesischen Platz vorm Bahnhof Neustadt geschafft. Viele Nazibusse irrten durch die Neustadt und immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Nazis und ihren Gegnern. Neuralgisches Gebiet war das Hechtviertel, welches neben der äußeren Neustadt eine der Hochburgen der alternativen Szene in Dresden ist. Dort befindet sich auch das Alternative Zentrum Conni. Dieses wurde schon in der Nacht davor, aber auch gestern bei der Anreise der Nazis Ziel von Angriffen. Die Nazis konnten jeweils zurückgeschlagen werden, bei einer Auseinandersetzung im Umfeld des AZ Conni gab es jedoch auf linker Seite zwei Leichtverletzte und einen Schwerverletzten, der ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Vermutlich gehen darauf Gerüchte zurück, dass ein Antifaschist gestorben sei. Was definitiv falsch ist.
Ein Großteil der Auseinandersetzungen spielten sich aber um die Blockade Bischofsweg/Königsbrückerstraße vor der Schauburg ab. Hier hatten sich einige Hundert Menschen versammelt um ein Eindringen der Nazis in die äußere Neustadt zu verhindern und die Anreise der Nazis zu erschweren. Da dort ein Großteil der Nazis langgeführt wurde, kam es dort immer wieder zu Auseinandersetzungen. Teilweise versuchten die Nazis selbst die Blockade prügelnd zu durchbrechen, während die Polizei ebenfalls gegen die Nazigegner vor ging. Dabei wurde ohne Vorwarnung auf die Menschen eingeprügelt und mit Pfefferspray gesprüht, später wurden sogar Wasserwerfer gegen eine Gruppe Sitzender eingesetzt. Was das bei diesen Tempereraturen heißt, kann sich jeder ausmalen. Als die Blockade gerade dabei war unter dem Druck der Polizei und der Nazis zu brechen, geschah dort für die Leute ein kleines Wunder. Ein Buskonvoi war bei der Anreise zwischendurch im Schneesturm stecken geblieben und kam deshalb erst relativ spät an. Diese hatten sich vorher gut informiert und schlossen sich zielstrebig gerade rechtzeitig den Menschen vor der Schauburg an, und so konnte die Königsbrücker Straße gehalten werden. Nicht verhindert werden konnte, dass die Polizei über Nebenstraßen etwa 1000 Nazis (die an der Abfahrt Wilder Mann aus ihren Bussen ausgestiegen waren) die Hechtstraße (unmittelbar an der Rückseite des AZ Conni vorbei) über Bischofsplatz und Dammweg zum Bahnhof Neustadt führte. Durch das von Anfang rüde Vorgehen der Polizei an dieser Stelle, kam es im Umfeld immer wieder zu starken Eskalationen.
Während der nächsten Stunden versuchten immer wieder Nazis auf eigene Faust zum Bahnhof Neustadt zu kommen, die meisten wurden jedoch mit dem Zug dorthin geleitet. Erst gegen 14:30 Uhr hatte es der Großteil der 5000 Nazis geschafft am Neustädter Bahnhof angekommen. Zu diesem Zeitpunkt hielten aber alle Blockaden. Während die Situation im Hechtviertel vor allem durch Katz- und Mausspiel zwischen Nazigegnern und Polizei geprägt waren, hatten sich am Alberplatz mittlerweile 5000 Menschen eingefunden, während die Zahl der Blockierer auf Hansastraße und Leipzigerstraße unverändert geblieben war. Zwischendurch hatten mobile Volksküchen die Menschen auf den Blockaden mit heißem Tee und Essen versorgt. Da die Nazis nur einen Aufzug bis 17 Uhr genehmigt bekommen hatten, zeichnete sich immer mehr ab, dass sie nicht mehr marschieren würden. Die Nazis selbst verbreiteten relativ früh, dass sie nicht laufen werden würden, bevor die Polizei sich selbst engültig dazu entschlossen hatte. Möglicherweise hatte man gehofft, dass durch solche frühen Ankündigungen die Blockaden schnell bröckeln würden. Falls das der Plan war, ging er nicht auf. Die Leute blieben bei den Blockaden. Die Nazis drohten dann mit Auflösung und Durchbruch Richtung Altstadt und fingen an sich Scharmützel mit der Polizei zu liefern.
Wenig später machten Gerüchte von einer Alternativroute der Nazis die Runde. Das ging darauf zurück, dass die Polizei vor hatte, die Nazis über die Route Dammweg – Fritz-Reuter-Straße – Hansastraße zu ihren Bussen zu geleiten. Als das unter den Nazigegnern die Runde machte, kam es zu Blockaden auf dieser Strecke vor allem an der Kreuzung Hansastraße/Fritz-Reuterstraße, die durch das hier ebenfalls rüde Vorgehen der Polizei schnell eskalierten. Am Ende jedoch sah die Polizei von ihrem Plan ab und verfrachtete die Nazis in Zügen an den Stadtrand nach Dresden-Klotzsche, wo die Nazis in ihre Busse umstiegen.
Als klar war, dass die Nazis weggeschafft wurden, und selbst der Abmarsch durch das Hechtviertel zu ihren Bussen verhindert wurde, machte sich unter den Nazigegnern Jubelstimmung breit. Die Blockade auf der Hansastraße zog paradierend über Hansastraße-Fritz-Reuter-Straße-Königsbrückerstraße zum Albertplatz, wo eine gemeinsame Abschlußdemonstration in Richtung Innenstadt startete. Obwohl viele zu ihren Bussen mussten oder nach dem kalten Tag endlich ins Warme wollten, zogen noch mehrere Tausend Menschen teilweise jubelnd und tanzend bis zum Hauptbahnhof. Zwischendurch musste ein kleiner Stopp eingelegt werden, da der Hauptbahnhof wegen umsteigender Nazis abgesperrt war. Danach löste sich alles auf und viele suchten ihre Busse, gingen feiern oder einfach nach Hause abmatten. An der Synagoge und am Kongresszentrum wurden zeitweilig jeweils einige Hundert Menschen von der Polizei festgehalten, obwohl diese eigentlich nur auf dem Weg zu ihren Bussen waren.
Auf der Abreise blieb es ziemlich ruhig. Größere Übergriffe mit Verletzten wie im letzten Jahr, sind bisher nicht bekannt geworden. 250 Nazis aus dem Westen und Nordosten fuhren per Zug und Bahn nach Pirna und führten einen spontanen Aufmarsch durch und warfen die Fensterscheiben eines SPD-Büros in Pirna ein, in dem auch der Verein „Aktion Zivilcourage“ seinen Sitz hat. Danach wollten die Nazis wieder zurück nach Dresden und dort vermutlich ähnliche Aktionen starten, wurden aber auf der A17 von der Polizei festgesetzt.
Zu weiteren bisher bekannten spontanen Aktionen der Nazis kam es in Leipzig-Engelsdorf, also dort ein vollbesetzter Zug mit Nazis von der Polizei angehalten wurde. Später zogen 50-60 Nazis spontan durch Leipzig-Schönefeld bis sie von der Polizei fest gesetzt wurden. In Gera wurden ebenfalls knapp 200 Nazis festgesetzt, die dort spontan marschieren wollten.
Alles in Allem tatsächlich ein großer Tag für die antifaschistische Bewegung. Europas größter regelmäßiger Naziaufmarsch wurde nach über 10 Jahren endlich verhindert. Möglich wurde der Erfolg durch gute Vorbereitung und das überlegte und entschlossene Vorgehen der Nazigegner. Insbesondere allen Unterstützern von außerhalb sei an dieser Stelle nochmal ausdrücklich für ihren support gedankt. Sowas hats hier in Dresden noch nie gegeben. Das geht nochmal an alle Beteiligten, ihr wart gestern wirklich großartig! Gute Besserung an alle Verletzten und vergessen wir die Menschen nicht, die gestern eingefahren sind, und jetzt Unterstützung bei ihren Verfahren brauchen. Betroffene sollten sich bei der Roten Hilfe (dresden äd rote-hilfe.de) melden.
P.S.
Die Menschenkette in der Innenstadt, mag schöne Bilder für die Presse geliefert haben, zur Verhinderung des Naziaufmarsch hast sie gestern nichts beigetragen.
Am 13. Februar 2010 blockieren Teilnehmer_Innen des Aktionsbündnisses „Dresden nazifrei!“ und „No Pasaran!“ ganz ruhig ein paar Straßenzüge in Dresden. Die Polizei und die Stadt Dresden hatte schon im Vorfeld versucht die linken Demonstrant_Innen und Teilnehmer_Innen einer friedlichen Blockade zu kriminalisieren. Nur liegen sie da völlig falsch das es sich bei einem Sitzen auf der Straße jediglich um eine Ordnugngswiedrigkeit handelt und es in diesem Zusammenhang keine Strafttat gibt.
Das größte Prolem der Polizei liegt wie immer darin das sie durch ihre hierachischen Strukturen und langen Befehlsketten keine Ahnung haben, was eigentlich los und ist und viel zu schnell den Überblick verlieren. Das mündet dann in einem Antrag für polizeiliche Maßnahmen, was nett klingt heißt unter Umständen Knüppel raus.
Die große Frage besteht darin warum auf friedliche Blockadeteilnehmer_Innen einprügeln. Natürlich wird das alles dementiert und gerechtfertig werden, die Bilder sprechen am Schluss natürlich für sich. Fragwürdig ist auch die Erscheinung von Bullen mit MP und CS- Werfern auf der Katharinenstraßen und Ecke Königbrücker Straße in der Äußeren Neusadt von Dresden. Was will die Polizei damit bezwecken, den Menschen faschistoid klar machen, das wenn sie gegen Nazis demonstrieren und blockieren wollen mit MP´s und CS- Werfen, Gummigeschossen und Holzgeschossen zu rechnen haben.
Willkommen im Polizeistaat. Die Oberbürgermeisterin und die gesamte Stadt so wie einige der sogenannten Parteivorsitzenden von FDP und CDU, sollten sich schon mal eine gute Erklärung einfallen lassen. Die Rechtfertigung dafür, das durch die Gummigeschosse und Holzgeschosse aus kruzer Distanz der Tod herbeigeführt werden kann, nachweislich. Die einzige Erklärung die dazu im Moment gefunden werden kann, ist das die einzige wirkliche Gewalt gegen Menschen nur und einzig und allein nur von Bullen und Nazis ausgeht oder vielleicht nimmt sich das schon gar nicht mehr so viel.
Gute Nachrichten gibt es hingegen, die Nazis saßen fest. Den gesamten Tag lang standen sie im selbst gewählten Freiluftgewahrsam am Neustädter Bahnhof und schauten noch dümmer aus der Wäsche als sonst. Als es ihnen langweilig wurde haben sie die Bullen mit Flaschen, Schnee und Eis beworfen. Von Seiten der Polizei gab es hingegen, bei den Ausschreitungen der Rechten am Bahnhof Neustadt kein so hartes vorgehen, wie gegen die Linken und ihren Blockaden.
Ein solches Vorgehen ist mehr als selbsterklärend. Die Menschen die für eine freies, antifaschistisches Leben ohne Nazis und Trauermärsche & revisionistische Mythen stehen, die sich für freie Meinungsäußerung und für eine Stadt ohne braunen Anstrich und mit antifaschistischen Gedanken einsetzen, werden von der mitte- rechts oder eher rechts Oberbürgermeister_In Orsoz, verurteilt, verprügelt, kriminalisiert und angeklagt.
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Heute wurde nach vielen Jahren erstmals der inzwischen europaweit größte Aufmarsch von Neonazis in Dresden durch ein Bündnis vieler linker Organisationen und Parteien verhindert. Gesellschaftlich weniger Akzeptierte bis hin zu wehr.di-Plakaten der Gewerkschaft Ver.di.
40 1/2 Jahre zuvor wurde ich in Dresden geboren. 1969. Wenige Jahre drauf begleitete ich regelmäßig meine Mutter mit dem Kinderfahrrad auf dem Einkaufsweg zum Konsum und der HO über den „Platz der Einheit“, der nach der Wende wieder zum „Albertplatz“ umbenannt wurde. Genau über die Querung der Kreuzung am ersten Hochhaus der Welt in Betonbauweise, wo heute diese Aufnahme entstand. Als heute eine ungeheure Menge von Demonstranten auf einer nicht genehmigten Blockade verhinderten, dass Neonazis zum wiederholten Male den Gedenktag über die Folgen des zweiten Weltkrieges am Beispiel der Zerbombung Dresdens nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen.
Für mich war die Teilnahme eine ausgesprochene Genugtuung für meine eigene Vergangenheit.
Ich war vorher schon einmal an Demonstrationen in Dresden beteiligt. 1989 zur Wende auf der „Gegenseite“.
Wenn man 1969 in der DDR geboren wurde und später studieren wollte, fiel die Einberufung zum Grundwehrdienst auf den Herbst 1988. Nichts-ahnend trat ich den Dienst an, um meine soziale Zukunft nicht vollständig zu gefährden. Zugewiesen wurde ich der Bereitschaftspolizei in Dresden, meiner Heimatstadt. Es war Zufall, aber rein praktisch hatte das den Vorteil, dass ich meine Freundin einmal die Woche besuchen durfte. Und sie mich faktisch an jedem Tag, an dem wir wollten.
Anfang September 1989 wurden einige meiner „Kollegen“ in den Reihen der Bereitschaftspolizei (wir waren ausnahmslos Grundwehrdienstleistende) zu einer Reise in Richtung Cottbus abkommandiert, wo sie Räumschilde für die LKWs der Polizei herstellen sollten. Es war die Zeit, als meine Freundin aus Ungarn vom Urlaub wieder kam, viele Ostdeutsche jedoch diesen Urlaub nutzten, um über die grüne Grenze gen Westen zu entkommen.
Einen Monat später wurden wir auf den Hauptbahnhof geschickt und auf die Straße gestellt. Ich war mittendrin im Geschehen. Ich kann heute rückblickend feststellen, wie das Geschichtsbild Jahre danach immer und immer wieder verfälscht wurde, wenn es um diese Tage in Dresden ging. Ich habe die Mütter mit Ihren Kindern (teils in Kinderwagen) auf den Gleisen des Dresdner Hauptbahnhofes gesehen, die Ihre Ausreise erzwingen wollten. Ich habe gesehen, wie sie relativ friedfertig auf Kommando von meinen „Kollegen“ der Bereitschaftspolizei von den Gleisen gedrängt wurden. Ich habe gesehen, dass sich letztlich das Klientel am Hauptbahnhof in Dresden stündlich verändert hat. Dass nicht die Ausreisewilligen, sonder gewaltbereite Jugendliche sich versammelten. Teils mit Motorradhelmen ausgerüstet. Ich habe einiges Mehr gesehen. Bis hin zu Blut.
Und ich habe gespürt, wie sich die Situation am 8.10.1989 gewandelt hat. Auf Grund von intelligenten Dresdner, die sich in der Gruppe der 20 faktisch spontan zusammen gefunden haben. Eine Gruppe, aus der der erste Dresdner Oberbürgermeister nach der Wende hervorgegangen ist. Eine Gruppe, die auch von den gleichzeitigen Erfolgen in Leipzig getrieben, den Umbruch in Ostdeutschland erreicht haben.
Warum ich das schreibe? Heute? Weil ich heute das erste Mal wieder auf der Straße gestanden habe. Weil ich die Polizisten in den Reihen glaube besser zu verstehen, als manch Anderer. Weil ich nicht möchte, dass der Stress meiner damaligen Beteiligung als Bereitschaftspolizist am Ende umsonst war. Wir haben, und dass kann ich für die, die 1989 auf der Seite der DDR-Regierung zwangsweise stehen mussten, mit recht sagen, denn wir rumorten, bis der Politoffizier die Fassung verlor,… Wir haben nicht umsonst ausgehalten, wir haben nicht umsonst aus der Situation gelernt, wenn wir auch heute nicht umsonst gegen antidemokratische Kräfte in Form der Nationalsozialistischen Strömung so weit vorgegangen sind, dass
die europaweit größte nationalsozialistische Demonstration in meiner Heimatstadt und auf den direkten Schauplätzen meiner Kindheit verhindert wurde. Dafür danke ich den Dresdner, den Studenten die in der Wissenschafts- und Kulturstadt ein zeitweiliges Zuhause gefunden haben und mitdemonstrierten und denen, die aus anderen Regionen extra angereist waren. Dresden lebt schon lange nicht mehr im Barock. Wir leben im Jetzt. Aber wir leben das Jetzt in einer Form, die alle sozialen Schichten und Minderheiten schätzt und alle die missachtet, die in Eigennutz diese globale Sicht auf die Welt und auf uns zerstören möchten.
http://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Tausende-gegen-Nazi-Aufmarsch-article727069.html



(Text1/Text2/Bilder: http://de.indymedia.org/2010/02/273167.shtml/http://de.indymedia.org/2010/02/273209.shtml/http://de.indymedia.org/2010/02/273211.shtml)

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