Archiv für März 2010

WIR GEBEN KEINE RUHE!! – Antifademo & Fussballspiel


Wir geben keine Ruhe
Nazi-Strukturen im Leipziger Umland aufdecken

Am 24.10.2009 wurde das Bezirksklassespiel zwischen dem FSV Brandis und Roter Stern Leipzig (RSL) kurz nach Anpfiff von Neonazis überfallen. Die Angreifer gingen brutal mit Holzlatten, Eisenstangen, Stahlprofilen, Steinen und Feuerwerkskörpern gegen die Fans, Vereinsvertreter_innen und Spieler des RSL vor. Während des Angriffs waren die RSL-Anhänger_innen auf sich selbst gestellt, glücklicherweise konnten die Sterne die Neonazis zurück drängen. Bei dem Angriff wurden drei Personen schwer verletzt, mehrere Personen erlitten leichte Verletzungen.

Die politische Motivation dieses Überfalls kann nicht abgestritten werden. Die Täter sind rechte Hooligans, Freefighter und bekannte Neonazis aus dem Muldentalkreis. Nicht zum ersten Mal: Immer wieder waren in dieser Saison bei Auswärtsspielen des RSL Neonazis zugegen und versuchten Spieler und Zuschauer_innen zu provozieren oder anzugreifen. Diese im Vorfeld des Spiels bekannte Sicherheitsproblematik wurde weder vom FSV Brandis, noch von der zuständigen Polizeidienststelle überhaupt zur Kenntnis genommen.

Ein Stern im Sumpf des „Unpolitischen“

Wir haben den Roten Stern Leipzig im Jahr 1999 als antifaschistisches Sportprojekt gegründet, weil wir einen Verein haben wollten, der anders ist. Wir hören nicht weg, wenn rassistische, sexistische, homophobe und nationalistische Aussagen auf dem Sportplatz fallen, sondern beziehen ganz klar dagegen Stellung. Der Verein organisiert sich selbstbestimmt, hierarchiefrei und basisdemokratisch. (mehr…)

Soli-Spontandemo in Wittenberg

18.03.2010 – Soli- Sponti in Wittenberg für den Squat Geringswalde und politische Gefangene

Etwa 50 junge, teils vermummte Menschen demonstrierten am vergangenen Donnerstag anlässlich des Tages der politischen Gefangenen, der Krimanalisierung von Antifaschist_innen sowie um ihre Solidarität, mit der akut Räumungsbedrohten Liebig 14 in Berlin und mit den ehemaligen Besetzer_innen aus Geringswalde, zum Ausdruck zu bringen.

Die Demo zog gegen 19:30 Uhr lautstark und kämpferisch Richtung Innenstadt los.
Neben Themenbezogenen Transpis und Sprechchören wurden die Wittenberger Bürger durch Flyer über den Grund der Demo informiert.

Erstaunlich an diesem Abend war dass die Cops die Demo erst ab Mitte der Route, aber auch eher nur zufällig, bemerkte. Sichtlich überfordert, blieb ihnen nichts anderes übrig als Verstärkung zu rufen, und die Demo zu begleiten. Danach beschloss mensch, kurzerhand noch direkt am Bullenrevier vorbei zu schauen. Wenige Meter zuvor wurden noch Rauchbomben gezündet, wonach auch gleich noch Zivis vorbeischauten.

Nach circa einer Stunde war die Demo ohne „Zwischenfälle“ vorbei.

Weitere Bilder und Quelle des Berichtes unter:
http://leftresistancewb.blogsport.de/2010/03/24/18-03-2010-soli-sponti-in-wb/

Gegendarstellung zu dem NPD-Bericht am 23.03.2010

Gegendarstellung der Antifaschist_Innen der Antifa RGB und den ehemaligen Hausbesetzer_Innen der Wiesenstraße 7 in Geringswalde

Am 23.03.2010 wurde auf der Homepage der NPD Sachsen ein Bericht veröffentlicht, welcher sehr viele fragliche, ganz klar falsche und auch einfach herbei halluzinierte Fakten beinhaltet.

In dem Artikel wird beschrieben, dass die Gruppe der Besetzer_Innen eine Räumung durch innere Zerstrittenheiten herbei leiten lies. Dies ist eine herbeigelogene und falsche Behauptung. Eine weitere falsche Behauptung ist es, dass David R., welcher auf der NPD-Seite als unser „Führer“ gehandelt wird, bei der Hausbesetzung dabei war. Dieser war zu diesem Zeitpunkt auf einer Reise und es war im unmöglich auch nur den geringsten Einfluss auf die Aktion auszuüben. Des Weiteren möchten wir hier ganz klar darstellen, dass wir keinen Führerprinzip folgen. Weder ist David R. unser Geldgeber, noch unser Anführer. Es ist wiederum eine Lüge, dass wir von überregionalen Antifagruppen, wie Chemnitz oder Erfurt, angeleitet werden. Wir sind eine selbstorganisierte und selbstbestimmte, beziehungsweise autonome – d.h. Unabhängige – Gruppe.

Auf der NPD-Seite wird durch Textverse wie >>„Wir beleben die Provinz“, was nichts anderes als das „Aufmischen“ dieser ländlichen Gegend durch strafbare Antifa-Machenschaften meint< <, der Eindruck erweckt, dass Geringswalde zu einer Angstzone mutiert wäre. Dabei vergessen die Nazis, dass vor knapp 2 Jahren die mittelsächsische Region um Mittweida ein absoluter Angstraum für Alternative und Immigranten war. Die heutigen Verhältnisse haben sich nicht geändert, sind aber in einen neonazistischen Trott gefallen, welcher jederzeit wieder zurück in einen regionalen Naziterror umstimmen könnte. Die Hausbesetzung war der Start für ein Projekt das einen antifaschistischen und emanzipatorischen Freiraum schaffen soll, der vor neonazistischem Terror schützten wird. Dass dies ein Dorn im Auge der Faschisten ist, war vom Anfang an klar gewesen. Geäußert hat sich dies zum Beispiel durch eine Flyeraktion in Geringswalde oder durch weitere solcher Hetz- und Lügenschriften auf der Homepage der sächsischen NPD.

Wir möchten uns weiterhin davon absagen, dass die Linkspartei die Hausbesetzung finanzierte, beziehungsweise das wir mit dieser bei der Aktion zusammenarbeiteten. Die Hausbesetzung wurde unabhängig von der Partei „Die Linke“ und der Gruppe der Antifa RGB durchgeführt.

Zusammenfassend möchten wir uns hiermit mit den Opfern rechter Gewalt und rechten Stumpfsinn solidarisieren. In den Hetzschriften der NPD-Nazis sind im großen und ganzen Überblick nur übertriebene und klar falsche Fakten. Sogar die Anzahl der Besetzer_Innen ist falsch.

Wir empfanden diese Gegendarstellung als höchst notwendig, um keinen falschen Eindruck von dem Projekt und den Menschen dahinter zu erhalten und um falsche, von der NPD genannten, Fakten zu berichtigen.

Antifaschistische Aktion RGB und die ehemaligen Besetzer_Innen der Wiesenstraße 7 Geringswalde



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