Archiv für August 2010

Auswertung Antifademo – 26.08.2010


500 gegen Nazianschläge in Dresden

Text?

Fast 500 Menschen demonstrierten am Abend durch Pieschen und Trachau. Beide Stadtteile waren in der Vergangenheit immer wieder durch vermehrte Naziaktivitäten aufgefallen. Als bisheriger Höhepunkt des Naziterrors, wurde am frühen Dienstag Morgen ein linkes Hausprojekt in Pieschen mit einem Brandsatz attackiert.

Wenige Minuten vor Beginn der Demonstration versuchten drei Nazis aus dem Spektrum der “Nationalen Sozialisten” die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration zu provozieren. Sie erhielten Platzverweise. Unter den Nazis befand sich der vorbestrafte Nazischläger Christian Leister.

Der lautstarke Demonstrationszug verlief bis auf einzelne Rangeleien mit den Einsatzkräften friedlich und folgte dem Straßenverlauf der Leipziger Straße entlang bis zum Endpunkt am Trachauer Bahnhof im Dresdner Norden.

Text?

In zahlreichen Redebeiträgen berichteten die Projekte von ihren täglichen Erfahrungen mit den oft folgenlosen Angriffe und wiesen auf die gestiegene Zahl rechter Übergriffe in diesem Jahr in Sachsen hin. Inzwischen hat die Soko Rex des Landeskriminalamtes in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen.

In den Tage zuvor hatten sich Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Initiativen und Parteien schockiert über die Brandanschläge gezeigt und von CDU-Oberbürgermeisterin Helma Orosz ein deutliches Zeichen gefordert. In der lokalen Berichterstattung war der nächtliche Brandanschlag auf die Praxis in Dresden-Löbtau vor mehr als einer Woche als Racheakt mutmaßlicher rechter Jugendlicher gewertet worden.

Bei den beiden Anschlägen entstand zum Teil erheblicher Sachschaden. Spenden bitte an folgende Kontoverbindung:

Empfänger: Rote Hilfe Dresden
Verwendungszweck: Brandanschlag – Praxis
Kontonummer: 609760434
Bankleitzahl: 360 100 43

http://www.addn.me/antifa/500-gegen-nazianschlaege-in-dresden/

28.August 2010; Antifademo in Leipzig!

Kein Angriff bleibt unbeantwortet!
Никакое нападение не остаётся безответным

Solidarität mit allen Opfern faschistischer Gewalt – Weltweit!
Солидарностъ со всеми жертвами фашистского насилия по всему миру

Wenn in Kiew bei einem Fußballspiel durch Transparente Solidarität mit inhaftierten Antifaschist_innen aus Russland ausgedrückt wird, muss Mensch um das eigene Leben bangen. Ein junger Mann der sich am 15. August dieser – in der rechts-geprägten Fußballszene der Ukraine – ungewöhnlichen Geste anschloss, liegt mit mehreren Stichwunden in der Lunge im Krankenhaus. Nach dem Spiel wurden die als antirassistisch und antifaschistisch geltenden Arsenal Kiew-Fans von 50 Neonazis überfallen. Die Angreifer waren mit Messern und Schlagringen bewaffnet und riefen „Heil Hitler“ und „White Power“. Während des Kampfes drohten die Neonazis, die Arsenal Kiew-Fans umzubringen – einem bewusstlos auf dem Boden liegenden Antifaschist wurde mit einem Messer erst in den Brustkorb und anschließend drei Mal in den Rücken gestochen. Seine Lunge wurde schwer verletzt, nach einer Operation ist sein Zustand zunächst stabil. Ein anderer Antifaschist wurde mit herausgeschlagenen Zähnen, vorübergehendem Gedächtnisverlust und Gehirnverletzung ins Krankenhaus gebracht. Andere Arsenal-Fans erlitten unterschiedlichste Verletzungen, u.a. schwere Verbrennungen im Gesicht. Nur einen Tag vorher stürmten in Pushkin (südlich von St. Petersburg) etwa 100 – laut Augenzeug_innen paramilitärisch organisierte – teilweise Vermummte ein Stadion und gingen u.a. mit Schreckschusswaffen, Messern und Wurfgeschossen auf die anwesenden linken Fußballfans los. Einige der Angreifer waren bereits durch andere Übergriffe mit neonazistischem Hintergrund einschlägig bekannt. Auch hier ist es reine Glückssache, dass es keine Toten gab. Die Polizist_innen vor Ort griffen weder ein noch forderten sie Verstärkung an.
Dem Vorgehen der militanten Neonazis liegt ein Trend zu Grunde: In Russland gab es im Jahr 2008 110 rassistisch motivierte Morde, 2009 waren es 71. Die Zahlen für die Ukraine sind unzuverlässiger, da auch hier die Strafverfolgungsbehörden häufig die Verfolgung der Straftaten verweigern und aktiv an der Beschneidung der Rechte der Opfergruppen durch Erpressung, Drohung und Anwendung physischer Gewalt beteiligt sind. (mehr…)

26.August- Antifademo Dresden

Antifa Demo – Reaktion auf Brandanschläge


DD: Naziterror stoppen!

Solidarität mit den Betroffenen.

Demonstration am Donnerstag, 26. August 2010, 18:30 Uhr, Puschkinplatz, Dresden.
Z w e i Brandanschläge innerhalb einer Woche auf alternative Wohnprojekte in Dresden

In der Nacht zum 19. August versuchten bisher Unbekannte das Wohnprojekt „Praxis“ in Dresden-Löbtau in Brand zu stecken. An einem Fenster im Erdgeschoss wurde das Feuer gelegt, im Zimmer schlief in dieser Nacht allerdings niemand. Nur diesem glücklichem Umstand, der schnellen Reaktion der Hausbewohner_innen und der Alarmierung der Feuerwehr durch Nachbar_innen, ist es zu verdanken, dass keine Verletzten zu beklagen sind. Die Flammen konnten erst nach der Evakuierung des Hauses durch die Feuerwehr gelöscht werden. Die „Praxis“ steht bereits seit längerem im Fokus der lokalen Naziszene und wurde mehrfach angegriffen. Nur wenige Tage zuvor wurde mit einer Mülltonne ein Fenster eingeworfen, im Zusammenhang mit dem 13. Februar versuchte eine Nazigruppe das Hausprojekt zu attackieren. (mehr…)



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