Archiv für April 2011

Antifa-Demo Rochlitz / 7.Mai / 14Uhr / Bahnhof


An die Geschichte erinnern…
Der 8. Mai steht für die militärische Zerschlagung und die bedingungslose Kapitulation Nazi-Deutschlands. Er steht für die Befreiung der Konzentrationslager, der ZwangsarbeiterInnen, für die Beendigung des 2. Weltkrieges in Europa, der insgesamt über 50 Millionen Leben gekostet hatte. Er steht für das Ende der Barbarei des Nationalsozialismus, für das Ende der Shoa.
Es ist ein Tag, an dem all denjenigen gedankt werden sollte, die diese Befreiung durchgesetzt haben und all derer gedacht, die Opfer des deutschen Vernichtungswahns wurden.
Rochlitz…
Die Stadt Rochlitz handelte schon frühzeitig als aktiver Teil des NS- Regimes. So wurde bereits 1933 Adolf Hitler Ehrenbürger der Stadt. Ebenfalls 1933 wurde die Muldenbrücke errichtet und nach dem Reichsstatthalter und Gau Leiter von Sachsen, Martin Mutschmann, benannt. Ein Jahr später konnten die Nazis im Stadtrat Fuß fassen und den Bürgermeister absetzen. 1936 wurde das „Fest der Landschaft Rochlitz- 1000 Jahre Deutsch“ gefeiert und ab 1938 siedelte sich mit der „Mechanik GmbH“ auch die Rüstungsindustrie in Rochlitz an. Ab dem 18/19. September 1944 bis zum 28. März 1945 betrieb das KZ Flossenbürg in Rochlitz ein Außenlager, das als „Außenkommando Rochlitz“ bezeichnet wurde. In diesem Außenlager mussten etwa 600, überwiegend jüdische Frauen, Zwangsarbeit für die „Mechanik GmbH“ verrichten. Nach der Auflösung des „Außenkommandos Rochlitz“ am 28.März, wurden die restlichen ZwangsarbeiterInnen in das „Außenlager Graslitz“ überstellt, wo Aufgrund der Brutalen Wachmannschaften und der Überfüllung des Lagers Grauenhafte Zustände herrschten.
Verstrickungen der „Mechanik GmbH Rochlitz” in die Menschenverachtenden Gräueltaten der Nazis gibt es noch weitere. Unter anderem war sie unmittelbar am Aufbau eines der schlimmsten Sächsischen KZ’s beteiligt. So bildete die „Mechanik GmbH“ mit anderen Rüstungsfirmen und der SS, 1944 die „Kriegsbetriebsgemeinschaft Kali- Werk Georgi“ in Wansleben. In Wansleben wurden in Riesigen unterirdischen Produktionshallen Hydraulische Pumpen für Jagdflugzeuge und Triebwerke, sowie Elemente für Fernlenkwaffen des Typ’s „V1“ und „V2“ gefertigt. Tausende KZ Häftlinge aus Buchenwald und anderen Größeren Lagern, aber auch ZwangsarbeiterInnen aus Rochlitz, wurden hier noch bis kurz vor den Zusammenbruch des NS- Regimes zu Tode geschunden und gequält. (mehr…)

Bekannte Gewalttäter schlagen wieder zu!!!

In Geithain (Landkreis Leipzig) ereignete sich in der Nacht vom 1.4. zum 2.4 um 0:45 Uhr ein Übergriff von Neonazis auf einen 28-jährigen Familienvater und drei Jugendliche. Die Vier Opfer standen zum Tatzeitpunkt vor einer Pizzeria und redeten miteinander, als neben ihnen ein Auto hielt und der erste Angreifer (Andy K.) ausstieg und einem der Opfer einen Faustschlag versetzte. Danach kam ein zweiter Angreifer (Rico G.) hinzu und griff die Opfer mit Reizgas an, kurz darauf folgte dann der dritte Angreifer (Albert R.), sprühte ebenfalls mit Reizgas und griff dann den 28-jährigen Familienvater an. Augenzeugen berichten, dass Albert R. dabei völlig durchgedreht sei und unter einer Art „Gewaltrausch“ stand. Zum Schluss haben alle drei Angreifer dann auf den 28 Jährigen eingetreten und schlugen ihm Bierflaschen über den Kopf, bis sie die Flucht ergriffen. Der Familienvater erlitt dabei eine Gehirnerschütterung, Schnitt-und Schürfwunden und Rippenprellungen. Er musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo er an der rechten Hand genäht werden musste.

Andy K., Rico G., und Albert R. sind alle drei bekannte Neonazis und gelten in der Szene als äußerst gewaltbereit. Sie bewegen sich im Spektrum des Freien Netzes Leipziger Land. Die Region Landkreis Leipzig ist Spitzenreiter in Sachen rechts motivierter Übergriffe in der ländlichen Region, nur in Großstädten liegt die Zahl höher. Albert R. wurde erst letzten Donnerstag wegen eines Übergriffes im Mai 2010 auf einen 15 Jährigen zu einer 20 monatigen Haftstrafe verurteilt.

Dieser Übergriff setzt somit eine ganze Reihe von Übergriffen in der Region fort. In Geithain kommt es immer wieder zu Angriffen auf Jugendliche, Andersdenkende, und Andere, die nicht in das kranke Menschenbild der Nazis passen. Aber auch Sachbeschädigungen und Sprühereien sind an der Tagesordnung. Genau ein Jahr vorher, am 2. April 2010, verfolgten Neonazis einen Jugendlichen bis nach Hause, sprühten die Garagen des Hauses mit sinnfreien Parolen voll, wurfen beim örtlichen Kinder- und Jugendhaus die Scheiben ein und besprühten dieses ebenfalls. Seitens der Stadtverwaltung wurde Jahre lang kein Naziproblem gesehen; so konnten sich die Nazis wie in vielen ostdeutschen Provinzen auch in Geithain breit machen.

Freies Netz abschalten – für eine starke antifaschistische Jugendkultur in Geithain



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