Archiv für Mai 2011

21. Mai Leipzig: Push It To The Limit! Beats gegen das Nazi-Zentrum

Aufruf zur Kundgebung

Mit der Kundgebung „Push It To The Limit“ werden wir am 21. Mai 2011, einen ganzen Tag lang, im Stadtteil Lindenau unsere Vorstellungen einer alternativen und selbstbestimmten Jugendkultur starkmachen. Von 13 bis 21 Uhr gibt es neben Redebeiträgen auch Workshops, Streetart und jede Menge Live-Musik. Es geht aber nicht nur um gute Musik:

Seit zweieinhalb Jahren gibt es in der Lindenauer Odermannstraße ein Nazi-Zentrum – offiziell ein „Bürgerbüro“ der NPD, darüber hinaus aber auch ein regelmäßiger Treffpunkt so genannter „Freier Kräfte“ und Fußball-Hooligans. Unsere Kundgebung versteht sich daher als Beitrag zur antifaschistischen Kampagne „Fence Off“, die auf eine Schließung des Nazi-Zentrums zielt.

Eine Möglichkeit, Nazis und ihre Ideologien zurückzudrängen, ist die Stärkung einer linken Gegenkultur, die in Lindenau schon in Ansätzen vorhanden ist. Ohne Frage: Allein dadurch wird das Nazi-Zentrum nicht verschwinden. Aber es setzt ein Achtungszeichen, den Stadtteil wenigstens temporär zu besetzen und fortschrittliche Positionen genau dort auszubreiten, wo sich Nazis festgesetzt haben und sie auf weit verbreitete Gleichgültigkeit spekulieren können, um ihr Treiben weitgehend ungestört fortzusetzen. Dazu zählen neben Konzert- und Vortragsveranstaltungen auch Versuche, mit rechter Jugendarbeit junge Menschen zu vereinnahmen.

Eine gezielte antifaschistische präsenz im Viertel kann dazu beitragen, die Kontinuität dieser Aktivitäten zu brechen: Wo wir sind, sind keine Nazis – und wo wir sind, ist kein Platz für Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Sexismus. Diese Ideologien werden nicht nur von Nazis getragen, sondern auch von jenen, die sich an ihnen nicht stören und sich ebenfalls für Vorstellungen einer autoritären Gesellschaft und einer repressiver Gemeinschaft begeistern lassen.

Uns begeistert dagegen die Vorstellung, dass es ganz anders laufen könnte: dass man menschenfeindliches Alltagsdenken auf vielen Wegen alltäglich stören kann; und dass solche Interventionen auch in Großstädten wie Leipzig nicht nur bitter nötig, sondern tatsächlich geeignet sind, um gesellschaftskritische Argumente zu vermitteln.

Eine linke gegenkultur, die sich nicht hinter hedonistischer Selbstbespaßung verschanzt, kann diese Argumente nicht nur transportieren, sondern aufzeigen, dass emanzipatorische, herrschaftsfreie Alltagspraxen funktionieren; dass sich diese weder hinsichtlich ihrer Vermarktbarkeit, noch hinsichtlich nationaler Identitäten berechnen lassen; dass man diese Prinzipien des staatsbürgerlichen Lebens und dessen kulturindustriellen Spielarten nicht nur kritisieren, sondern aufgeben kann.

Es geht also auch, aber nicht nur gegen Nazis, und das geht nicht mit, sondern nur ohne Deutschland. Deswegen freuen wir uns, mit euch einen Tag in Lindenau zu erleben, an dem Nazis garantiert nichts zu melden haben, wir dafür aber umso mehr sagen werden.

Die verschwiegenen Toten – Rassistische Morde

Es ist einige Zeit her, aber die selben Methoden finden heute immernoch Anwendung!
Kamal K. – Das war Mord!
http://aargb.blogsport.de/images/kamal.jpeg

Stürmt das Schloss – Für ein AJZ in Zwickau

http://baumhaus.blogsport.de/images/SDSanimatedbig.gif

Check: http://baumhaus.blogsport.de/sds/



__________________________________________________________________________________________________________________________________
null© [autonome]antifaschistische Aktion Rochlitz Geringswalde Burgstädt - [Antifa RGB] null
null // http://antifa-rgb.tk // Kontaktformular // PGP-Schlüssel // null

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: