Archiv für November 2011

Magdeburg 2012: Naziaufmarsch verhindern!

Am 14. Januar 2012 wollen sich wieder hunderte Nazis in Magdeburg versammeln, um ihre Legende der „alliierten Kriegsverbrechen gegen unschuldige deutsche Opfer“ zu verbreiten. Grund ist der 67. Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 durch die Alliierten. Der alljährlich als Trauermarsch inszenierte Nazi-Event in Magdeburg hat sich zu einem der bedeutendsten deutschen Naziaufmärsche entwickelt. Allein im letzten Jahr nahmen etwa 1.100 Nazis daran teil. Dabei wurden die üblichen Parolen vom „alliierten Bombenterror“ und weitere Verhetzungen aus dem Repertoire der Geschichtsverdrehung propagiert. Im Gegenzug hat der antifaschistische Widerstand gegen die Aufmärsche seit seinem Bestehen mit Schikanen und Kriminalisierung zu kämpfen. Um diesen Zuständen ein Ende zu bereiten, kann es für uns nur heißen, den Naziaufmarsch komplett zu verhindern, die Ursachen des Geschichtsrevisionismus zu erkennen und ihn entschieden zu bekämpfen.

Zusammen handeln – Geschichtsrevisionismus bekämpfen!
Den Naziaufmarsch offensiv und entschlossen entgegentreten!

Gefunden auf: http://entschlossenhandeln.blogsport.de/

Spiegel TV Magazin vom 20.11.

Hier wird über die sächsische Provinz Lunzenau berichtet, über die wir im letzten Beitrag ebenfalls berichteten.

Alles spricht vom „rechten Terror“, hier ist er zu Hause: neue Naziübergriffe in der sächsischen Provinz

Anfang der Woche ereilten uns erneut beunruhigende Nachrichten über Übergriffe von Neonazis auf zwei Antifaschisten. Tatort diesmal wieder: das sächsische Lunzenau, Heimatstadt vom verurteilten Straftäter Albert Reimann, der 2010 Einen damals 15-jährigen im benachbarten Geithain fast tot schlug.
Hier wurde in der Nacht vom Samstag zum Sonntag eine Geburtstagsfeier von sechs bis sieben Neonazis „besucht“, wahrscheinlich weil sich dort auch alternative Jugendliche aufhielten. Als ein Antifaschist mit zwei seiner Freundinnen, die ebenfalls die Feier besuchten, den Heimweg antrat, lauerten ihm mehrere Nazis, welche sich zuvor wieder von der Feier entfernten, auf. Die beiden Mädchen konnten die Flucht antreten, dem Antifaschisten wurde zunächst von 2 Nazis der Weg versperrt. Danach erweiterte sich die Angreifergruppe durch zwei von hinten kommende Nazis auf vier Personen. In Sichtweite sollen noch weitere „Kameraden“ erblickt wurden seien. Der Jugendliche wurde zunächst beleidigt und bedroht. Die Auseinandersetzung endete, wie sooft, dann schließlich in Körperverletzungen, denen sich das Opfer durch Flucht dann aber entziehen konnte. Zurück blieben Blessuren an den Rippen, sowie Kopf- und Ohrenschmerzen.
Am selben Tag, Sonntag den 20.11.2011, gingen die Angriffe weiter. Diesmal wurde zum Glück niemand verletzt. Hierzu erreichte uns folgendes Gedankenprotokoll eines weiteren betroffenen Antifaschisten und „Beinahe-Opfers“:

„Cossen (Ortsteil von Lunzenau) gegen18 Uhr. 2 Autos (1 Golf und ein anderes) sind langsam an mir vorbei gefahren und hatten das Licht aus. Deshalb ging ich über eine Seitenstraße heim. Circa 30min später gehe ich mit meinem Hund über den Lunzenauer Bahnhof gassi. 30meter vor der Laterne sah ich im Busch ein Handy leuchten, ging aber weiter. Da kamen 2 vermummte Personen auf mich zu und wollten mich attackieren. Doch zum Glück hatten sie anscheinend Respekt vor meinem Zähne fletschenden Hund und sind über den Bahnhof ins Dunkle verschwunden. Einer der vermummte rief „Achtung, der hat einen Hund!“ Dabei bemerkte ich, dass dieser einen hörbaren Sprachfehler hat- ähnlich wie lispeln. Ich hörte dann nur noch ein Auto schnell weg fahren.“
Das dies die alltägliche Erlebniswelt von AntifaschistInnen, MigrantInnen, Homosexuellen, Juden und Jüdinnen, etc. in der sächsischen Provinz ist, darauf versuchen wir als Gruppe, aber auch andere engagierte Personen und Organisationen schon lange aufmerksam zu machen. Gerade jetzt, wo alles von der „Rechten Terrorzelle“, oder gar der „Braunen Armee Fraktion“ spricht, fühlen sich die Opfer des braunen Terrors, der alltäglich in diesem Land zu spüren ist und eben nicht nur von rechten „Extremisten“ ausgeht, sondern auch oft von der Mehrheitsbevölkerung toleriert und geschürt wird, beinahe verhöhnt. Es muss anscheinend erst eine grausame Mordserie, angetrieben von Fremdenhass, aufgedeckt werden, um das Thema der rechten Gewalt in den Medien und der Politik zu diskutieren. Was nach der medialen Debatte dann wirklich noch an Solidarität mit den Opfern und an Unterstützung von alternativen, antirassistischen und antifaschistischen Projekten übrig seien wird, bleibt abzuwarten. Wir erwarten von Presse und Politik nicht viel!
Solidarität mit allen Opfern rassistischer, faschistischer, antisemitischer, sexistischer, homophober, etc., Gewalt!
Faschismus bekämpfen – entschlossen und vehement!
Antifaschismus muss man selber machen!



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