LVZ-Online, 20.11.2011: In Sachsen wachsen Proteste gegen NPD – Demonstration in Leipzig angekündigt

Im Freistaat Sachsen wächst der Widerstand gegen die Aktivitäten der rechtsextremen NPD. Am Freitagabend beteiligten sich an einer Protestaktion gegen ein NPD-Schulungszentrum in Chemnitz mehr als 280 Menschen. Zu der Demonstration hatten die Stadtratsfraktionen von CDU, Linke, SPD, FDP, Grüne und Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) aufgerufen. Die Demonstration verlief laut Polizei friedlich. Die von der NPD und Neonazis propagierten rassistischen, antisemitischen, völkischen und demokratiefeindlichen Ideologien dürften nicht toleriert werden, hieß es in einer Erklärung.

Nach der Aufdeckung der Mordserie durch ein Neonazi-Trio aus Zwickau wollen mehrere Tausend Bürger am Freitag der Opfer rechter Gewalt gedenken und einen Appell für Demokratie starten. „Die Zwickauer sind fassungslos und schockiert, dass das rechte Mordtrio scheinbar unbemerkt inmitten unserer Stadt gelebt hat“, sagte die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Südwestsachsen, Sabine Zimmermann. Gemeinsam mit der Stadt organisiert der DGB deshalb einen „Zwickauer Appell“ am 25. November auf dem Georgenplatz.

Fence-Off-Aktivitsten kündigen Demo in Lindenau an

Für den kommenden Samstag, 26. November, kündigte die antifaschistische Kampagne „Fence Off“ eine Demonstration vor dem Leipziger NPD-Büro in der Odermannstraße an. Dort soll laut Angaben der Aktivisten vom Sonntag der Neonazi Karl-Heinz-Hoffmann, der die nach ihm benannte Wehrsportgruppe gründete, einen Vortrag halten.

Die Leipziger Stadträtin Juliane Nagel (Die Linke) weist darauf hin, dass auf Hoffmanns Webseite kein Veranstaltungsort genannt wird, hält aber das NPD-Zentrum in Leipzig-Lindenau für den wahrscheinlichen Ort. In einer Presseerklärung fordert sie die Behörden auf zu prüfen, ob die Veranstaltung verboten werden könne. Zumindest müsse aber der Veranstaltungsort öffentlich gemacht werden, “damit sich Menschen gegebenenfalls schützen können”.

Mit Hoffmann habe die NPD-Jugendorganisation “Junge Nationaldemokraten” einen verurteilten Rechtsterroristen eingeladen. Die neonazistische Wehrsportgruppe wurde 1980 verboten. Hoffmann hätte in jüngster Vergangenheit öfter bei neonazistischen Veranstaltungen referiert, auch des nationalsozialistisch geprägten “Freien Netzes”.




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