Gegen die Kriminalisierung der unbequemen Jugend

In Burgstädt fand am 04.02.2012 um 13.00Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Unsere Solidarität gegen eure Repression – Gegen die Kriminalisierung der unbequemen Jugend statt“. Die Teilnehmer_innen gingen dabei für einen Erhalt des Freiraum e.V. Burgstädt auf die Straße, für dessen Wohn- und Hausprojekt vor einem Monat eine Nutzungsuntersagung erlassen wurde und welcher seit dem nicht mehr betreten werden darf. Lediglich die drei im Haus befindlichen Wohnparteien dürfen noch genutzt werden. Neben dem Nutzungsverbot erzeugen repressive Polizeimaßnahmen, wie beispielsweise Videoobservationen und willkürliche Personenkontrollen zusätzliche Wut. Die sonst im AZ stattfindende Vokü wurde kurzerhand nach draußen verlegt und sorgte so mit warmem Tee und veganen Burgern neben Musik und Redebeiträgen für das leibliche Wohl der Kundgebungsteilnehmer_innen.
Eine im Anschluss an die Kundgebung stattfindende Spontandemonstration mit ca. 70 Teilnehmern durch die komplette Innenstadt sollte dabei der Forderung nach Toleranz gegenüber alternativen Freiräumen Nachdruck verleihen. Sie zog sich vom Bahnhof durch die komplette Innenstadt und endete wieder am Bahnhof. Ein Polizeiaufgebot von lediglich zwei Streifenwagen, der Leiter der Polizeibehörde Rochlitz, ein Mitglied der Versammlungsbehörde und die Beauftragte für Extremismusbekämpfung waren mit der spontanen Aktionsbereitschaft der sich solidarisierenden Antifaschist_innen schlichtweg überfordert. Bei versuchen diese zu stoppen, in dem sich der Einsatzleiter der Demonstration in den Weg stellte und mit Äußerungen wie „Diesmal habt ihr es übertrieben, jetzt bekommt ihr richtig ärger“ seine Frustration zum Ausdruck brachte. Da die herbeigerufene Verstärkung erst eintraf, als schon alles vorbei war, blieb den Einsatzkräften nicht mehr, als den Mob zu fotografieren und durch die Stadt zu begleiten.
Die Veranstaltung war dabei auch anderen, von Räumungswillkür betroffenen linken Hausprojekten gewidmet. So solidarisieren wir uns mit der vor einem Jahr in Berlin illegal geräumten Liebig14 und dem Kulturprojekt Rigaer Straße 96, welches am 29.01.2012 erneut Opfer von massiver Polizeigewalt wurde, als Beamte nachts das Gebäude stürmten und Anwesende verprügelte und festnahm.

Wir lassen uns unsere Freiräume nicht verbieten!
Solidarität ist und bleibt unsere stärkste Waffe – setzen wir sie also ein!




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