Sonnabend, 25.02. Erneut Neonazi-Konzert mit “Kategorie C” geplant

Am kommenden Sonnabend wil die Neonazi-Band “Kategorie C – Hungrige Wölfe” (KC) erneut in Leipzig auftreten. In der rechten Szene kursieren Einladungen für einen “Liederabend” mit der Gruppe, der in der Stadt an einem nicht genannten Ort um 18 Uhr beginnen soll. Erwartet werden ca. 200 Besucher. Das Publikum der einschlägigen Band setzt sich aus Neonazis und Hooligans zusammen.

Bereits am 17. Dezember 2011 wollte die Band in Leipzig auftreten. Nachdem die Kampagne “Fence Off” darauf aufmerksam gemacht hatte (1), wurde das Konzert durch die Stadt Leipzig kurzfristig verboten (2). Offenbar will die Band ein erneutes Verbot umgehen – und tritt diesmal unter der Tarnbezeichnung “H.E.R.M.” auf (3). Bei dem neuen Namen handelt es sich um die Initialen der “KC”-Bandmitglieder. Im Internet wirbt “H.E.R.M.” mit einer Bandbiografie, die identisch ist mit den Angaben auf der “KC”-Website. Auch die “H.E.R.M.”-Kontaktadressen können eindeutig der Band “KC” zugeordnet werden.

Erst Anfang diesen Jahres kam es bei einem der „Balladenabende“ der Band zu schweren Körperverletzungen in Delmenhorst (5): 25 “KC”-Fans attackierten direkt nach dem Konzert eine Gruppe Jugendlicher, die an den Konzertlocation vorbei lief, mit Aluminium-Baseballschlägern und Glasflaschen. Ein Zeuge berichtete, die Täter_innen seien “regelrecht auf den Köpfen [der Jugendlichen] herumgesprungen”. Ein 21-jähriger Jugendlicher erlitt dabei Hirnbblutungen, sowie einen Schädelbasis- und Jochbeinbruch. Weitere Betroffene erlitten u.a. Hämatome. (6)

„Wir werden nicht zulassen, dass Nazis ungestört feiern können und wieder Menschen angreifen, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen“, sagt Anita Dudow, Sprecherin der antifaschistischen Kampagne “Fence Off”. „Auch diesmal werden wir daher versuchen, zum Konzertort zu gelangen. Den Auftritt der Band wollen wir verhindern“, so Dudow weiter.

Nachdem die Stadt Leipzig im Dezember eine Demonstration zum Konzertort durch Auflagen praktisch unmöglich gemacht hatte (7), erwägt die Kampagne derzeit, auf eine Demonstrationsanmeldung zu verzichten. „Ein Großteil unserer MitstreiterInnen ist zu Protestaktionen ohne Anmeldung bereit“, so Dudow, „So oder so: Wenn es ein Nazikonzert in Leipzig geben sollte, werden wir da einschreiten und den Nazis keinen Raum zum feiern lassen.”

(1) http://www.fenceoff.org/?p=1571

(2) http://www.fenceoff.org/?p=1585

(3) http://www.leipzig.de/de/buerger/newsarchiv/2011/Stadt-verbietet-Konzert-der-Gruppe-Kategorie-C-Hungrige-Woelfe-21802.shtml

(4) http://bremer-schattenbericht.com/?p=1953

(5) http://endofroad.blogsport.de/2012/01/31/bericht-aus-delmenhorst/

(6) http://rechtegewaltstoppen.blogsport.de/2012/02/01/demoaufruf-04-02-12-am-bahnhof-delmenhorst/

(7) http://www.fenceoff.org/?p=1621

Quelle: http://www.fenceoff.org/?p=1672




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