Dem zehntem Nazi-Konzert entgegentreten!

Am 7. Juli diesen Jahres will die NPD bereits zum 10. Mal ihr neofaschistisches Hass-Musik-Festival in Gera durchführen. Diese ungebrochene Tradition ist ein Beleg für die sich weiter festigenden neonazistischen und antisemitischen Strukturen in Gera und Thüringen. Seit Jahren ist diese Veranstaltung fest im Kalender tausender Neonazis auch aus dem europäischen Ausland verankert.

Veranstaltungen wie „Rock für Deutschland“ dienen zur Verbreitung rechtsradikalen Gedankenguts und auch zur Finanzierung der Aktivitäten von NPD, freien Kameradschaften und anderen rechten Gruppierungen. Gleichzeitig bieten Sie den NPD-Kadern das Podium für ihre Hetzreden. Rassistische und nationalistische Einstellungen, die offene Ausgrenzung und Bedrohung von Minderheiten durch körperliche Gewalt sind leider wieder in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und auch in Gera keine Seltenheit.

Seit 1990 verfügen Rechtsradikale in Gera über organisierte Strukturen, welche sich größtenteils ungestört ausbreiten konnten. Neonazistische Gewaltkultur wird befördert durch
mehrere Rechtsrockbands bzw. Liedermacher, welche Proberäume und Musiklabel in Gera nutzen. Ebenso gibt es Vertriebsfirmen und Geschäfte u.a. für Bekleidung, welche subtil oder ganz offen ein neofaschistisches Weltbild propagieren.

All das ermöglicht es seit 2003 in Gera jährlich Open-Air-Veranstaltungen, zumeist als Partei- bzw. Wahlkampfveranstaltungen, durchzuführen. Sie erfahren auch auf Grund überregionaler Werbung in der rechten Szene beachtliche Teilnehmerzahlen. Rechtsradikale Propa-
ganda im Stadtbild sowie gewaltsame Übergriffe auf Andersdenkende gehören zum Alltag in Gera. Nicht wenige Geraer Nazis trainieren in Kampfsportgruppen und arbeiten als Wachschützer. Einer der beiden Stadträte, die für die NPD seit 2009 im Geraer Stadtrat sitzen, ist der Anmelder des jährlichen Rechtsrock-Events „Rock für Deutschland“.

Der „Runde Tisch für Toleranz und Menschlichkeit“ der Stadt Gera ist ebenso wie das „Aktionsbündnis Gera gegen Rechts“ und andere Menschen aktiv gegen Nazis. Diese Aktiven dürfen aber keine Stellvertreter-Funktion erfüllen. Ein deutliches Zeichen kann nur durch ein breites, gemeinsames Engagement der Geraer Zivilgesellschaft erreicht werden. Die Solidarität, die wir aus anderen Städten erfahren, müssen wir auch selbst zeigen. Fremdenfeindlichkeit darf in Gera keinen Platz haben. Gera darf keine Stadt der stummen ZuschauerInnen von Nazi-Aktivitäten sein.

Wir sind uns bewusst, dass sich die Nazis ihr Großereignis nicht einfach nehmen lassen. Wo auch immer an diesem Tag diese Ideologie propagiert wird, wollen wir vor Ort sein und
dem entgegentreten. Das Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg, die Tradition der Naziveranstaltung zu beenden. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, das Nazi-Konzert in Gera zu verhindern.

Wir stellen uns solidarisch gegen jeden Versuch, antifaschistischen Protest zu kriminalisieren. 2012 werden wir gegen das so genannte „Rock für Deutschland“ antreten – entschlossen und kreativ, bunt und lautstark! Wir rufen alle Menschen dazu auf, gemeinsam mit uns am 7. Juli ein klares und entschiedenes Zeichen gegen neofaschistische Umtriebe zu setzen.

Schweigen ist Zustimmung!
Beteiligt euch am Protest und Widerstand gegen das Nazifest!




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