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Engagierten Antifaschisten droht die Gefahr, vom Staat überwacht zu werden. Die Antifa Bernau hat eine kleine Sammlung mit nützlichen Programmen zusammen gestellt, die euch vor Überwachung und Repression schützen sollten. Denkt daran, dass es nicht sinnvoll ist, Programmen blind zu vertrauen. Nur wer sich zumindest ein bisschen mit den Programmen und deren Funktionieren beschäftigt, kann sicher und verantwortungsvoll damit umgehen. Außerdem kann kein Programm einen 100%igen Schutz bieten. Trotzdem ist es sinnvoll, sich einen hohen Sicherheitsstandard anzueignen, nicht zuletzt deshalb, weil man es dem Überwachungsstaat nicht allzu leicht machen sollte.

Alternativ dazu könnt ihr euch die Broschüre “Sicher durchs Netz” hier runterladen.
Bei Verbesserungsvorschlägen , schreibt uns bitte einfach eine Email: kontakt@antifa-rgb.tk

Passwörter

1. mindestens acht, besser mehr Zeichen verwenden
2. Kombination aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen nutzen, deutsche Umlaute meiden
3. Wörter aus dem persönlichen Umfeld (Eigennamen, Kosenamen,Haustiernamen etc.)sind tabu
4. keine Wörter aussuchen, die im Duden oder irgendeinem (Fremdsprachen-)Lexikon stehen; also auch keine Comicfiguren oder Herr-der-Ringe-Helden
5. Geburtstage oder andere relevante Daten vermeiden
6. nicht einfach nur Sonderzeichen anhängen, sondern sie in das Passwort integrieren
7. keine Wörter obiger Kategorien einfach nur rückwärts schreiben oder anders verfremden
8. das Passwort nicht unter die Tastatur oder hinter den Monitor kleben! wenn man es überhaupt aufschreibt, dann den Zettel zumindest sicher aufbewahren
9. für jedes System ein eigenes Passwort wählen
10. das Passwort niemals weitergeben

Um ein gutes Passwort zu erhalten, denkt man sich beispielsweise einen Satz wie “Hoffentlich errät bis zum Jahr ‘19 kein Bösewicht mein sicheres Passwort!” und nimmt von jedem Wort den Anfangsbuchstaben. Das ergibt dann “HebzJ’19kBmsP!”. An den Satz erinnert man sich.

Löschen:
Wer eine Datei in den “Papierkorb” verschiebt, diesen leert und denkt es gäbe diese Datei nicht mehr, liegt leider falsch. Der Platz, auf dem diese Datei gespeichert war, wird lediglich zum neuen Beschreiben freigegeben. Sicheres löschen funktioniert also nur, wenn der Platz auf dem die Datei lag, am besten mehrfach überschrieben wird. Es gibt Programme, die erledigen das direkt. Wir empfehlen das Programm Eraser:
http://sourceforge.net/projects/eraser/

Surfen:
Mozilla Firefox ist die kostenlose Alternative zum Microsoft Internet Explorer. Es lassen sich ausführlich Sicherheitseinstellungen tätigen.
http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/

Email
Mozilla Thunderbird ist das passende Email Programm. Es wird als wesentlich sicherer eingestuft als das bekannte Outlook von Microsoft. Es kann bequem ein Add-on (Programm-Zusatz) installiert werden, mit dem ihr Emails verschlüsseln könnt.
http://www.mozilla-europe.org/de/products/thunderbird/

Email Verschlüsselung (”PGP”)
PGP ist das Verschlüsselungsverfahren, dass sich wegen seiner Sicherheit, trotz aller Behinderungen durch amerikanische Regierungsbehörden, als De-facto-Standard durchgesetzt hat. PGP arbeitet mit dem Public-Key- (Öffentlicher Schlüssel)-Verfahren. AnwenderInnen besitzen zwei Schlüssel, einen öffentlichen und einen geheimen. Daten, die mit dem einen Schlüssel kodiert sind, können nur mit dem jeweils anderen wieder dekodiert werden. Mit dem Public-Key einer AdressatIn verschlüsselte Nachrichten kannst nur du selbst mit deinem dazu passenden geheimen Schlüssel wieder entschlüsseln. Gleichfalls kann eine Signatur (digitale Unterschrift), die mit dem geheimen Schlüssel der AbsenderIn erstellt wurde, nur mit dem passenden öffentlichen Schlüssel entziffert werden. Außerdem gibt es Mechanismen, mit denen die Echtheit des erhaltenen öffentlichen Schlüssels oder der digitalen Signatur geprüft werden kann. Der geheime Schlüssel ist mit einem Passwort (Mantra) geschützt. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, wegen der Wichtigkeit aber trotzdem an dieser Stelle erwähnt werden: Geheim ist natürlich nur, was geheim gehalten wird und das beste Verschlüsselungsverfahren hilft nicht, wenn beide Schlüssel zusammen, womöglich mit dem Mantra, aufbewahrt werden.

Das hört sich fürchterlich kompliziert an. Etwas Auseinandersetzung mit PGP ist für seine Anwendung auch vom Sicherheitsstandpunkt erforderlich. Hat mensch das Prinzip einmal begriffen und arbeitet auch mit einem Programm, welches PGP unterstützt, ist das Verschlüsseln von Nachrichten so einfach wie Briefumschläge zukleben. Mehr dazu findet ihr bei Inforiot.

Open Office
Open Office ist die OpenSource Alternative zum kommerziellen Microsoft Office. Prinzipiell ersetzt es alle bekannten Microsoft Programme, wie Word, Excel, PowerPoint etc. und ist trotzdem zu den bekannten Dateiformaten kompatibel. Der Umstieg fällt recht einfach. Außerdem gibt es einige Sicherheitsprobleme, die Microsoft Programme aufweisen, hier nicht. Das ganze ist kostenlos und gibt es hier zum download: http://www.openoffice.org

Verschlüsselung von Daten
Wir möchten euch zwei Programme vorstellen, mit denen ihr eure Daten verschlüsseln und schützen könnt. Das erste heisst TrueCrypt und wird als sehr sicher eingestuft. Ihr könnt entweder ganze Datenträger (z.B. Festplatte oder USB Stick) verschlüsseln oder nur Teile davon. Das funktioniert dann über eine sogenannte Container Datei. Es wird ein bestimmter Bereich des Datenträgers festgelegt (z.B. 200 MB eines USB Sticks mit einer Gesamtgröße von 512 MB). Dieser Bereich ist verschlüsselt und behält immer die gleiche Größe, unabhängig davon, wie voll er ist. So können auch Teile der Festplatte verschlüsselt werden. Das Programm gibt es hier http://www.truecrypt.org.
Ein weiteres Programm ist CompuSec. Es verschlüsselt Disketten, USB-Sticks, Festplatten etc. Das besondere daran ist die “pre boot access control”. Das bedeutet, dass beim Einschalten des Rechners zuerst das Passwort eingegeben werden muss, bevor das Betriebssystem startet. Es kann also ohne Passwort niemand etwas mit dem Rechner anfangen oder Daten auslesen. CompuSec ist kostenlos und gibt es hier: http://www.chip.de/downloads/c1_downloads_13009216.html

Windows Sicherheitslücken
Das kleine Programm XP-Antispy schließt Sicherheitslücken des Betriebsystems Windows XP. Es macht lediglich Einstellungen, die man auch so vornehmen kann. Da aber nicht jedeR weiß, welche Einstellung sinnvoll ist, kann das Programm durchaus helfen. http://www.xp-antispy.org

Antiviren Software
Das Programm Antivir ist für den privaten Gebrach kostenlos. Es verfügt über eine regelmäßige Aktualisierungsfunktion und kennt daher immer die neusten Viren. Hier gibt es den downloadhttp://www.free-av.de/antivirus/allinoned.html
Eine weitere kostenlose Variante ist ClamWin. http://www.clamwin.de

Anti-Spy Software

Das Programm “SpyBot-Search and destroy” findet und löscht versteckte Programme (sog. Spyware, Trojaner, Keylogger), die beispielsweise Passwörter oder persönliche Daten ausspionieren. Auf folgender Seite gibt es den download und einige Infos dazu http://www.safer-networking.org/de/index.html
Das Programm Zone Alarm ist eine Firewall und prüft alle Programme, die auf das Internet zugreifen und gibt zudem die Möglichgkeit, diese zu sperren. Das Internet kann auch mit einem unkomplizierten “Klick” komplett gesperrt werden. Sehr übersichtlich und zuverlässig, hier zum download: http://www.chip.de/downloads/c1_downloads_12999416.htm

Anonymes surfen
Spezielle Anonymisierungsdienste verhindern, dass Webseiten die von Ihnen genutzte IP-Adresse speichern können. Sie verlangsamen das Surfen allerdings merklich. Kostenlose Dienste sind JAP und TOR. Sehr einfach zu installieren und zu bedienen ist der Browser Torpark, in den der Anonymisierungsdienst TOR bereits eingebaut ist. Eine deutsche Version von Torpark findet sich hier. Schneller als die kostenlosen Dienste, allerdings auch unsicherer, sind kostenpflichtige Dienste wie Relakks, Trackbuster, Steganos und Safersurf.
Schnell und einfach geht es auch mit Internetseiten wie www.anonymouse.org. Dort muss nur die gewünschte Zieladresse eingegeben werden und schon kann es losgehen.

Desweiteren sollte ihr euren Browser so einstellen, dass er Cookies bei jedem Neustart löscht. Cookies ermöglichen es Webseiten, Sie wiederzuerkennen.



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