Tag-Archiv für 'die-linke'

Nazirandalen in Geithain – 23.02.2010

In der Nacht auf den 23.02.2010 haben mal wieder Neonazis in Geithain randaliert. Auf dem Grundstück des Geithainer Ortsvorsitzenden der Partei Die Linke wurde der Zaun auf der gesamten Länge beschädigt sowie das Tor entwendet. Seine Privatadresse war kurz zuvor auf einer Geithainer Nazi-Webseite veröffentlicht worden.
In der selben Nacht wurde der Briefkasten am LVZ-Büro in der Leipziger Straße von der Wand gerissen und zerstört, ebenso wie der Briefkasten des Kinder- und Jugendhauses R9, gegen welches die Geithainer Neonazis seit langem hetzen.

Provinz macht mobil!

Dem politischen Bildungsverein „solid“ kam vor wenigen Tagen der Mietvertrag für die „Brauerei“ zu. Doch leider entfaltete sich die erste Freude in Unmut um. Der Vertrag besagt, dass keinerlei Veranstaltungen in dem Gebäude durchgeführt werden dürfen (welche zur Finanzierung des Projektes benötigt werden). Desweiteren beträgt die Miete für das Objekt knapp über 240€ Kaltmiete. Es kommen also noch Wasserkosten, Stromkosten, Müllentsorgungskosten (usw.) dazu.
Der politische Bildungsverein setzt sich nun intensiv mit dem Vertrag auseinander.
Weitere Informationen folgen demnächst.

Text?

Geringswalde, eine kleine Provinz im Altlandkreis Mittweida, ohne Touristenattraktionen, mit Schafen und Feldern und ca. 4500 Einwohnern. Eigentlich nie der Rede wert gewesen….! Wäre da nicht die kleine Nebensache, dass hier die Linke einst mit 52% regierte. Hier und da seltsame Menschen, umgangssprachlich als Punker bekannt, um herzogen und es gleich zwei alternative Freizeittreffs gab. Die Linke, aus Personalmangel nicht mehr groß da, die alternativen Jugendtreffs vom neuen Bürgermeister geschlossen und statt bunten und alternativen Menschen tummeln sich nun hier und da jene, die mangels Bildung, mangels Freunden und mangels gesellschaftlichem Zugehörigkeitsgefühl sich die Haare kurz scherten, heimattreue Lieder singen und gewalttätig gegen die vorgehen, die nicht in ihr völkisches Weltbild passen.

Wir stellen fest, dass die Schafe und Felder geblieben sind. Was ist geschehen?
Als im vorigen Jahr ein neuer parteiloser Bürgermeister gewählt wurde, weil kein Linker zur Verfügung stand, zogen dunkle Wolken auf. Im November vorigen Jahres marschierten weniger als 100 Neonazis durch Geringswalde, und schüchterten damit den neuen Amtsinhaber derart ein, dass dieser zwei Tage später alle alternativen Jugendzentren schließen ließ. Die alte Mär von unnötiger Provokation, die von sich explizit als antifaschistisch verstehenden Menschen und Orten ausgehen würde, schien hier gewirkt zu haben und als vermeintliches Mittel im Kampf gegen Nazis müssen eben die links-alternativen Treffpunkte verschwinden. Seitdem ist rechtes Flair in der Stadt dominant. Doch das ist kein Zustand der so bleiben muss!

Denn es gibt doch Lichtblicke: ein kleiner Verein kämpft seit zwei Monaten darum in Geringswalde wieder ein alternatives Kulturzentrum zu errichten. Die Chancen stehen nicht schlecht. Verhandlungen mit dem Bürgermeister laufen bereits, ein Objekt wurde gefunden und Sponsoren und Unterstützer warten darauf, dass es los geht. Es wäre die Chance, in der Region um Mittweida wieder einen Stützpunkt für Nicht-rechte, für Alternative, für alle die zu schaffen, die sich antifaschistisch engagieren und sich kritisch mit der bestehenden Gesellschaft auseinandersetzen. Sicher ist der verhandelnde Verein „Solid“ für uns nicht das non-plus-Ultra. Wir denken allerdings, dass Differenzen hinter dem Ziel der Schaffung eines neuen Freiraumes zurückstehen sollten. Zeit für Debatten bleibt dann schließlich noch mehr als genug. Wir erklären unsere uneingeschränkte Solidarität – für ein neues alternatives Kultur- und Jugendzentrum in Geringswalde!
mit solidarischen Grüßen,

AARGB – (antifaschistische Aktion Rochlitz – Geringswalde – Burgstädt)

Theorie: Was ist Sozialismus/ Kommunismus?

Kommunismus:
Der Kommunismus besagt, dass kein Mensch über einen anderen Menschen herrschen soll und dass nichts einer einzelnen Personen allein gehören soll, sondern alles dem Volk gemeinsam. Die Menschen sollen im Kommunismus alle politisch und wirtschaftlich gleich und gerecht behandelt werden.

Text?

In einer kommunistischen Gemeinschaft soll jeder nach seinen Fähigkeiten arbeiten und nach seinen Bedürfnissen vom Vorhandenen nehmen. Die Vorhandenen Produkte werden dann von allen erarbeitet und gerecht verteilt.

Das heißt, dass Maschinen, die man zur Produktion von Sachen benötigt, gehören nicht einem einzelnen Menschen (z.B. einem Chef). Sie gehören allen, beispielsweise der Gemeinschaft, die zusammen einen Bauernhof oder die in einer Näherei arbeiten.
(mehr…)



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