Tag-Archiv für 'kapitalismus'

Allein unter Obdachlosen – Dokumentation

Wer zum Abschluss des Jahres noch einmal Lust verspürt, hinter die Fassade der Glitzerwelt zu schauen und etwas Zeit mitbringt, dem/der sei die folgende Reportage über Obdachlosigkeit in Deutschland ans Herz gelegt. Der erfolgreiche Buchautor und Journalist Günter Wallraff war für die Dreharbeiten mehrere Wochen im Westen der Republik als Obdachloser unterwegs und dokumentierte mit versteckter Kamera den Umgang mit Menschen am Rand unserer Gesellschaft. Er zeigt die miserablen Zustände der Notunterkünfte in den für Obdachlose besonders schwierigen Wintermonaten, aber auch die fehlende qualifizierte Betreuung der Menschen, die oft von einem Tag auf den anderen in ihre ausweglose Situation gekommen sind und keine Möglichkeit mehr sehen, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

In Dresden gibt es nach Schätzungen der Diakonie zwischen 300 und 350 Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind. Die Zahl ist seit Jahren konstant. In den kalten Wintermonaten von November bis März und täglich von 20 Uhr bis 7 Uhr bietet das diakonische Werk die Möglichkeit, in so genannten Nachtcafés Dresdner Kirchengemeinden zu übernachten. Sprachrohr ist die monatlich erscheinende Dresdner Straßenzeitung “DrObs”, die von den Betroffenen auf der Straße verkauft wird.

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Prozeß gegen Dresdner NATO-Gegner

Prozessbericht 29.07.2009 Jan

Text?

Vorausgegangen war dieser Berufungsverhandlung ein Schnellverfahren am 06.04.2009 in dem er mit einer 6 monatige Haftstrafe sowie 3 jährigem Einreiseverbot für Frankreich verurteilt wurde.

Der Prozeß fand in 2. Instanz am Cours d‘appel de Colmar, am 29.07.2009 statt.
Die Anklage lautete: tragen einer Waffe 6. Grades (Eisenstange), T-Shirt „anarchistes, black bloc“

Richter: verliest die Anklageschrift
Im Zuge des (Anti-) NATO-Gipfel am 02.04.09 in Strasbourg wird der Angeklagte beschuldigt sich mit einer Eisenstange, was einer Bewaffnung 6. Grades entspricht und einem schwarzen T-Shirt, in einer unerlaubten Gruppierung in einem Waldstück bewegt zu haben.
Neben dem Polizeiaufgebot waren ebenfalls Helikopter und Kameras im Einsatz. Diese haben Aufzeichnungen und Fotos der Situation am 02.04.09 18h an der Ecke Rue de la Couronne (?)/ Rue de la Chapelle gemacht. Dort fand eine nicht genehmigte Demonstration statt.
17 Leute wurden zu diesem Zeitpunkt (gegen 18h) zusammen mit dem Angeklagten festgenommen, der Angeklagte fand sich auf dem Boden liegend wieder.

Es gibt keine Kamera die eine Beteiligung des Angeklagten an einer gewaltvollen Handlung aufgezeichnet hat.
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Leipzig: Rassismus mit System(-Bauweise)

Text?

Zusammenfassung der Situation rund um die Entscheidung der Stadt Leipzig zur Schließung zweier existenter Asylbewerberheime zugunsten des Bauvorhabens eines neuen in der Wodanstaße 17a. Das Ganze Projekt offenbart die grundlegende rassistische Politik im Zusammenhang mit den AsylbewerberInnen und Flüchtlingen anderer Herkunft.

Am 17. Juni hat der Leipziger Stadtrat, trotz massiver Kritik von Initiativen, Betroffenen und UnterstützerInnen beschlossen, dass die beiden bestehenden Asylbewerberheime zugunsten einer „Asylbewerberunterkunft in Systembauweise, am bereits 2000 – 2006 für den gleichen Zweck genutzten Standort, Wodanstraße 17a“ geschlossen werden.

Derzeit bestehen in Leipzig zwei, zu etwa 60% bewohnte Flüchtlingsherbergen. Eines in der Liliensteinstraße 15a, in dem 109 Menschen „leben“, sowie ein weiteres in der Torgauer Straße 290, in dem 175 Menschen „leben“. Die Stadt Leipzig begründet die „Notwendigkeit“ der Auflösung der beiden bereits bestehenden Asylbewerberheime mit der Feststellung, dass das Führen zweier „nicht voll ausgelasteter Heime“ unwirtschaftlich sei.

Ursprünglich erschien der Stadt, die Schließung des Heimes in der Liliensteinstraße aus „diversen sozialpolitischen Gesichtspunkten“ für sinnvoll, so heisst es in der Begründung:

Im Rahmen einer Analyse der beiden Heime Ende 2008 wurde als einzig möglicher Handlungsansatz die Schließung des Heimes in der Liliensteinstraße 15a […].

( http://linke-bueros.de/linxx_dokumente/1245068655.pdf)
Diese finale Ansicht änderte sich schlagartig, als der Stadt bewusst wurde, dass sich das Heim in der Torgauer Straße auf einem Gewerbegebietskomplex befindet, der evtl. sogar das Interesse eines Investors genießt, so heißt es weiter:

Das Grundstück Torgauer Straße 290, Flurstück 800/1 der Gemarkung Paunsdorf, liegt im Gebiet des Bebauungsplanentwurfs Gewerbegebiet Heiterblick und ist als Gewerbefläche ausgewiesen.

und

Dem Dezernat Wirtschaft liegt eine Bedarfsmeldung eines Investors für eine Ansiedlungsfläche an diesem Standort vor. Ziel ist deshalb, das Asylbewerberheim Torgauer Straße 290 zu schließen, damit diese Fläche als Gewerbefläche für die Erweiterung ansässiger Firmen bzw. durch die Ansiedlung anderer Firmen veräußert werden kann und damit die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen gesichert wird. Gleichzeitig sind bei der Flächenveräußerung Einnahmen in Höhe von ca. 500.000 € zu erzielen. Da die Schaffung von Arbeitsplätzen oberste Priorität für die Stadt Leipzig hat […]

( http://linke-bueros.de/linxx_dokumente/1245068655.pdf)
Weiterlesen auf Indymedia: Klick

Besetztes Haus in Erfurt wird geräumt!

Gefunden bei Indymedia:

Text?

Heut Morgen um ca. 5:30 Uhr begann die Polizei das Besetzte Haus in Erfurt zu räumen.


Das Video über die Geschehnisse von heute Morgen könnt ihr unten ansehen:

Teil 1:


Teil 2:


Aufruf zu Gegenaktionen:
-> http://haendeweg.blogsport.de/2009/04/16/raeumung-jetzt/

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Noch in der Nacht fand eine kraftvolle Demo gegen die Räumung statt:

Das Video wurde uns netterweise zugesendet:



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