Tag-Archiv für 'mittelsachsen.org'

Zweifel an der Intelligenz.

„Spani“. Dieser Name ist weitgehend bekannt, in der Region Mittelsachsen. Das seine selbstgelobte Internetseite „mittelsachsen.org“ offline ging, berichteten wir schon vor längerer Zeit. Doch was „Spani“ alles in die Wege leitete, um seine Hetzkeule im Netz weiter zu schwingen, war nicht mehr dem Realismus zurechenbar.

Auf einigen Naziseiten der Region geht der Betteltext: „Solidarität: Spendenaufruf für die Aktionsfront Mittels***sen“umher, wie ein Lauffeuer.

In einem Bericht des „Blick nach Rechts“ wird der Rechtsstreit von Spanuth beschrieben:

Kostspieliger Rechtsstreit

Mittweida – In Neonazi-Kreisen wird zur Solidarität mit Fabian Spanuth (Mittweida) aufgerufen.

Spanuth war einer der Betreiber der Neonazi-Website „mittelsachen.org“, die im Herbst 2009 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) als jugendgefährdend eingestuft wurde und dann offline ging.

Gegen die Betreiber der Neonazi-Homepage der „Aktionsfront Mittelsachsen“ war auch der Landkreis Mittelsachen aufgrund des Körperschaftsgesetzes mit rechtlichen Mitteln vorgegangen. Der Kreis wollte die Internet-Domain für eigene Präsentationen nutzen.
Kämpfer in der ersten Reihe

Im Zuge der juristischen Auseinandersetzung mit dem Landkreis sehen sich die ehemaligen Betreiber der Website mittelsachsen.org nun mit Forderungen in Höhe von mehreren tausend Euro konfrontiert. Allein für einen namentlich nicht genannten Anwalt, „der wirklich hervorragende Arbeit geleistet hat“, müssen die Neonazis „bis 4000 Euro“ bezahlen.

In dem Aufruf „Zeigt, dass Solidarität nicht nur ein Wort ist!“ werden Spanuth und Co. als „Kämpfer in der ersten Reihe“ glorifiziert, die mit „ihrer Gesundheit, ihrem Besitz und letztlich ihrem Leben für unsere gemeinsame Sache“ einstehen.

Spenden können die Kameraden auf das Konto einer Franziska Räther bei der Postbank in Frankfurt/Main. Spanuth (spani mediendesign) ist in der braunen Szene als Ersteller und Verwalter mehrerer Neonazi-Internetplattformen einschlägig bekannt.

http://www.bnr.de/content/gerichtliches-nachspiel

Selbst in Rostock ist „Spani“ kein unbekannter Name. Genossen aus Rostock entlarvten seine Position als „Propagandist“. Indymedia-Artikel: http://de.indymedia.org/2009/11/265691.shtml

Wie weit die Solidaritätspropaganda geht, erwägen wir nur kurz anzudeuten. Das dadurch persönlichste Dokumente freigegeben wurden, wird Spanuth wohl erst später auffallen.

Er selbst propagandiert auf seiner Soliseite „soli-mittelsachsen.tk“, dass er den gesamten Prozess einscannte und ihn zum freien Download zur Verfügung stellt.
Download über seine eigene Seite:
http://spani.technovideo-hamburg.de/soli/mittelsachsenorgprozess.zip
oder Rapidshare:
http://rapidshare.com/files/439675206/mittelsachsenorgprozess.zip

Spani verfügt über einen großen Willen seine Naziseite zu schützen, bzw. neu zu konstruieren. Über seine Rechte ist er informiert, denkt er zumindest. Doch Rechte von anderen stört und beachtet sie nicht.
Gefunden bei Indymedia:
Spani Mediendesign verstösst gegen Lizenzen!

Besagter Betreiber diverser rechter Internetplattformen hat u.a. auch die Homepage des rechten Geithainer Stadtrates Manuel Tripp (mal danach googeln) gestaltet. Verwendet wurde dafür die Blogsoftware Wordpress mit dem Design „Ocean Mist 1.2.“. Die Macher dieses Designs weisen auf Ihrer Website unter http://www.tenbytwenty.com/license-agreement darauf hin, dass der Link auf die Entwickler-Page nicht entfernt werden darf („Wordpress themes may be edited and developed for individual use, but credit links must remain in place …“). Auf besagter Homepage befindet sich stattdessen widerrechtlich der Link auf „Spani Mediendesign“!

Bild:
http://media.de.indymedia.org/images/2009/10/263984.jpg

Den weiteren Verlauf seiner Betteltour werden wir weiter verfolgen.

Indymedia: Der Macher von mittelsachsen.org?

Interessanter Kommentar bei Indymedia:

Auf diesem Aufkleber ist höchstwahrscheinlich Fabian S. zu sehen.
Auffällig ist, dass der Sticker die grafischen Eigenschaften von der mittelsachsen.org-Seite hat.
Nach deren Verbot muss sich „Spani“ anderweitig im Internet ausleben.

Es handelt sich dabei um folgenden Aufkleber. Dieser kann bei einem lokalen Nazivertrieb bestellt werden. Die meisten Neonazistischen Aufkleber in der Region Mittelsachsen sind demzufolge aus diesem Versand bestellt. Aus diesem Grunde heraus, besteht die Möglichkeit eines Supports der verbotenen Naziinternetseite „mittelsachse.org“.
Wie schon beschrieben, ähnelt das Layout des Stickers dem Layout der nun offline gegangenen Internetseite der „Aktionsfront Mittelsachsen“.
Eine verblüffende Ähnlichkeit bieten auch folgende Grafiken.
Ein Mann mit schwarzem Kapuzenpullover, Sonnenbrille und zwei Klebestreifen vor dem Mund.

Dies ist einmal das Stickermotiv und der aktuelle Aufruf zur Spende für Anwaltskosten.

Weitere Bilder von „Spani“ unter folgenden Indy-Links:
http://media.de.indymedia.org/images/2009/10/264218.jpg
http://media.de.indymedia.org/images/2009/10/264217.jpg

„Aktionsfront Mittelsachsen“ ist jugendgefährdent

Text?

Die rechtsextreme Internetseite „mittelsachen.org“ wurde (angeblich vorerst) vom Netz genommen. Zudem feierte die „Aktionsfront Mittelsachsen“ vor kurzem ihr einjähriges Jubiläum, doch nun sieht es so aus, als wären die letzen Tage der Naziseite gezählt.

Auf der Naziabklatsche von Indymedia wird nun ordentlich rumgeheult und um Spenden gebeten.
Über Themen der Internetseite wurden schon öfters auf dem Blog der Antifa RGB berichtet. Die auffälligsten waren die Forderungen nach Freiheit für den spanischen Neonazi und Mörder – Josue – aus Madrid.

Abschließend ist zu sagen, dass nun auch die „Aktionsfront Mittelsachsen“ den Offlineseiten wie dem „Freien Netz“ folgt.

Naziseiten abschalten!

Ein weiterer Beitrag ist nun von dem Infoblog „Redok“ zitiert:

Mittweida. Als jugendgefährdend wurde die Webseite der neonazistischen „Aktionsfront Mittelsachsen“ eingestuft. Die Betreiber nahmen daraufhin heute die Inhalte der Seiten vom Netz.

Die Webseiten standen seit Oktober 2008 im Internet, zunächst noch mit der Bezeichnung „Widerstand Mittweidaer Land“, später als „Aktionsfront Mittelsachsen“. Genauere Gründe für die Einstufung als jugendgefährdend durch die externer LinkKommission für Jugendmedienschutz (KJM) sind derzeit nicht bekannt.

Die Internetdomain ist im Besitz von Fabian Spanuth aus Mittweida, dem auch die Domain von „NS Rostock“ gehört und der die Webseiten des kürzlich reaktivierten „Freien Netz Borna/Geithain“ betreibt. Unter der Bezeichnung „spani:mediendesign“ ist er als Administrator bei einer faktisch allerdings inaktiven Webseite der DVU tätig.

„mittelsachsen.org“ – berichtet über „Josue“

Vor kurzem erschien ein Artikel auf http://madrid.antifa.net/documentos/23-articulo/424-apoyo-neonazi-aleman-a-un-heroe-espanol.

Text?

Dazu fangen nun die Neofaschisten des Naziinformationsportal mittelsachen.org an ordentlich zu flennen.
Auf der Seite der Nazis wurde das Thema „Josue“ aufs ausführlichste beschrieben und ordentlich gegen Antifaschisten in Madrid gehetzt.

Desweiteren ist nun der Artikel der Madrider Antifa zitiert:

La parte más radical del movimiento neonazi alemán apoya al presunto asesino de Carlos Palomino.

El sector más radical del movimiento neonazi en Alemania está observando cada día los resultados del jucio contra Josué Estébanez, presunto asesino del joven antifascista Carlos Palomino.

La Acción Antifascista de Berlín investigó que en varias paginas web neonazis alemanas se publican reportajes sobre el jucio contra el soldado español que probablemente mató a Carlos Palomino.

Sobre todo en la sección Josué libertad de la página web www.mittelsachsen.org se publican noticias con la llamada „defender tu vida no es delito“. Los neonazis detrás de esta página web son la parte más radical de la extrema derecha alemana que se llaman „nacionalistas libres“ con una ideología nacionalsocialista referente al partido NSDAP de Adolf Hitler.

También se ofrecen varias camisetas solidarias con el neonazi español como „Libertad Josué“.

También en la página web neonazi más importante en Alemania Störtebecker-Netz se publican informaciones sobre el caso. En los comentarios se defiende el asesinato de Carlos como defensa propia y tratan a Josué Estébanez como „héroe español“.

Comentarios en un artículo de Störtebecker-Netz

„ICHbinDeutschland“
… comprensible el hecho de Josué, yo también hubiera hecho lo mismo … quizá hubiera acabado con alguien más. … No me lo imaginaba que España, este país de maricones, se ha pervertido así.

„CortBlock“
Bravura y reverencia por el camarada. Libertad para Josué!

„Schattenlos“
Al nivel combativo me gusta mucho la acción [de Josué]. Muy buena!

„Josue-Fan“
Fue en defensa propia. Llamo a toda la gente a hacerlo igual como el héroe joven español.

„Nicole“
Josué estuvo defensivo. Mala suerte por esta escoria de mierda.

Berlín, 22 de septiembre de 2009

Weiteres zum Thema:

-http://aargb.blogsport.de/2008/10/30/neue-nazi-internetseite-httpmittelsachsenorg/
-http://aargb.blogsport.de/2009/09/02/antifa-demo-in-madrid-mord-an-carlos-palomino/
-http://madrid.antifa.net/documentos/23-articulo/424-apoyo-neonazi-aleman-a-un-heroe-espanol
-http://www.antifa.de/cms/content/view/1160/32/

„Freies Netz“ seit dem 10.Juli 2009 offline!

Text?

Die Neonaziplattform für das Internet, „Freies Netz“, ist nun seit einer Woche offline. Die Gründe für das Aus der Plattform ist uns leider weiterhin unbekannt. In unserem alten Text über das Naziportal „Freies Netz“ haben wir schon über einige Fakten berichtet. Desweiteren erschien noch ein Bericht auf Indymedia, welcher von der Antifa Freiberg geschrieben wurde.

Eine große Rolle spielte das Neofaschistische Informationsportal für die Naziszene in Westsachsen und die nähere Umgebung. So konnte man sogar in Burg (bei Berlin) und Merseburg Naziinternetseiten, welche beim Server des Freien Netzes gehostet sind, finden. Schon die hohe Anzahl der Städte, in denen solche Plattformen für Nazis existierten, erbringt schnell ein erschreckendes Problem, dass durch die Masse von Angeboten an rechtsextremen Medien (mit vielen politischen Themen), eine ungeahnt große propagandistische Vielfalt erbracht wird. So wird beispielsweise das Thema „Tierrechte“ und „Naturschutz“ bei den Faschisten großgeschrieben, welches vor einigen Jahren überhaupt kein Thema gewesen wäre.

Wie wir bei einer Suche bei „Whois“ herausfinden konnten, bestätigt sich, die bei Indymedia genannte These, dass das der Server des Freien Netzes bei einer türkischen Firma gehostet ist, welchen anonymen Webspace anbietet.

Ein weiteres Indiz für das absolute Ende der Ära „Freies Netz“ ist das Verschwinden der Links zum Freien Netz auf einigen Neonaziseiten, welche nicht auf dem Server des Freien Netzes gehostet sind.

Doch zu Schluss möchten wir noch einmal auf den Text „Neonazis ungebremst auf Werbetour im Internet“ verweisen, welcher als zitierter Text folgt. Den genau diese im Text genannten Charaktere vertreten die ehemaligen Seiten des Freien Netzes und beispielsweise die Naziseite „Aktionsfront Mittelsachsen“.

Berlin (dpa) – Die Startseite sieht schick aus: weiß unterlegt und mit Logos, die an die Homepage eines Popstars erinnern. Doch dann fährt ein Video ab, das nicht etwa Britney Spears, sondern prügelnde Neonazis in Aktion zeigt. Internetauftritte wie diese sind eine der Maschen von Rechtsradikalen, um junge Menschen auf ihre Hass-Seiten zu locken. Auch bei Netzwerken wie Facebook oder youtube mischen sich immer mehr Neonazis unter die Internetgemeinde. So zählte die Initiative jugendschutz.net 2007 rund 1600 Neonazi-Seiten sowie 750 rechtsextreme Videos und Profile – so viele wie seit Beginn der Beobachtung vor neun Jahren nicht.

Mit einem Video bei einem Portal erreiche ein Neonazi wesentlich mehr Menschen, als wenn er es auf eine reine rechtsextreme Seite stellt, sagt Stefan Glaser von jugenschutz.net. «Fremdenfeindlichkeit ist bis ins normale Internet durchgesickert», erklärt die Generalsekretärin des International Network Against Cyberhate, Suzette Bronkhorst. Das Netzwerk wurde 2002 von jugendschutz.net und der holländischen Initiative Magenta gegründet und setzt sich dafür ein, dass kriminelle Inhalte schnell aus dem Netz verschwinden. Alleine 2007 gelang es, 3000 Hass-Seiten weltweit zu löschen. «Bei youtube sind es weniger die Videos, sondern die Antworten auf sie, die unglaublich rassistisch sind», sagt sie.

Die Unübersichtlichkeit im Internet mache es jedoch schwer, nur mit Gesetzen gegen den «cyber hate» vorzugehen. Die Einstellung der Nutzer sei entscheidender. «Noch in den 80er Jahren war es undenkbar, etwas gegen Ausländer zu sagen oder sich als Rassist zu zeigen. Doch diese Haltung ging über die Jahre wohl verloren», betont Bronkhorst. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) glaubt ebenfalls, dass Gesetze das Problem nicht alleine lösen können. «Wenn wir es nicht schaffen, die Zivilgesellschaft in den Kampf gegen den Hass im Internet miteinzubeziehen, dann werden wir scheitern. Der Staat alleine kann das nicht leisten», sagt die Ministerin.

So könnten Rechtsradikale noch immer beinahe ungestört ihre Hassparolen im Netz verbreiten, obwohl das Leugnen von Völkermord aus rassistischen oder fremdenfeindlichen Motiven in den EU-Staaten seit 2007 strafbar ist, erklärt Zypries. Betroffen von den virtuellen Hetzjagden sind auch Homosexuelle, Ausländer oder Sinti und Roma. «Von Rechtsradikalen wird im Internet gezielt Volksverhetzung betrieben», sagt Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Diese würden mit Begriffen wie «dreckiges Pack» oder «stehlender Mob» beschimpft, sogar Morddrohungen erhielten Sinti und Roma via Internet.

Trotz dieser Aussagen sei es schwer, die Seiten zu löschen, sagt Zypries. Gründe dafür seien zum einen, dass die Inhalte von den Erstellern schnell verschoben werden könnten. Das Löschen sei deswegen nur schwer möglich. Zum anderen stellten die Neonazis ihre Hass-Seiten oftmals auf Server in Ländern, die dies nicht unter Strafe stellen und bei denen EU-Recht nicht greift. Zypries fordert deshalb eine internationale Einigung darüber, welche Überschreitungen der Meinungsfreiheit nirgendwo auf der Welt zu dulden seien. «Es ist doch auch auf der ganzen Welt klar, dass Mord eine Straftat ist», sagt Internet-Aktivistin Bronkhorst. dpa kr yydd a3 ol



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