Tag-Archiv für 'naziterror'

„NSU“-Sprühereien in Zwickau aufgetaucht

Mit­tei­lung der An­ti­fa­schis­ti­schen Ak­ti­on Zwi­ckau vom 11.​12.​2011

In der Nacht vom 09. zum 10.​12. sind im Zwi­ckau­er Stadt­teil Ma­ri­en­thal Na­zi­sprü­he­rei­en auf­ge­taucht. Neben Ha­ken­kreu­zen auch Schrift­zü­ge auf wel­chen „NSU für immer“ zu lesen ist. Diese Tat wi­der­spricht der Ober­bür­ger­meis­te­rin Pia Find­eiß er­neut, wel­che kürz­lich im Säch­si­schen Fern­se­hen be­teu­er­te, dass es in Zwi­ckau keine Na­zi­sprü­he­rei­en geben würde.

„Diese Tat zeugt er­neut davon, dass der Weg der Ver­drän­gung wel­cher in Zwi­ckau ge­wählt wird nicht der rich­ti­ge ist“, sagt An­ne­grit Leitzsch, Spre­che­rin der An­ti­fa­schis­ti­schen Ak­ti­on Zwi­ckau. „Zwi­ckau ist nun doch nicht um­sonst als Ver­steck für das Na­zi­trio aus­ge­sucht wor­den. Nicht nur die min­der­jäh­ri­gen Täter die­ser Sprü­he­rei­en spie­geln er­neut das Wohl­fühl­kli­ma wie­der in wel­chem sich Nazis in Zwi­ckau be­we­gen kön­nen“, führt sie wei­ter aus.


Hakenkreuz

Die An­ti­fa­schis­ti­sche Ak­ti­on Zwi­ckau emp­fin­det diese Sprü­he­rei­en als ab­scheu­li­che Ver­un­glimp­fung und Re­la­ti­vie­rung der Taten, in dem man der sog. „NSU“ einen He­ro­en­sta­tus in der Na­zi­sze­ne zu­schreibt.

„Ein sol­ches Den­ken und die Ak­zep­tanz von Mor­den, zeigt dass die Stadt Zwi­ckau in den letz­ten Jah­ren nicht genug gegen rech­tes und dis­kri­mi­nie­ren­des Ge­dan­ken­gut vor­ge­gan­gen ist“, sagt An­ne­grit Leitzsch. Umso un­ver­ständ­li­cher ist dabei, dass die Ober­bür­ger­meis­te­rin Frau Pia Find­eiß erst im April die Ge­sprä­che für ein Al­ter­na­ti­ves Ju­gend­zen­trum mit dem Roten Baum e.V. ab­ge­bro­chen hat. „Dabei wäre die Schaf­fung al­ter­na­ti­ver Frei­räu­me auch schon in der da­ma­li­gen Si­tua­ti­on Zwi­ck­aus der rich­ti­ge Um­gang ge­we­sen“, führt sie wei­ter­hin aus.

20.11.2010-Antifademo Limbach-Oberfrohna!


Das Problem: Naziterror – Die Lösung: Alternative Kultur

In der Nacht vom 12 auf den 13 November ereigneten sich zwei tragische rechte Übergriffe in Limbach-Oberfrohna. Zuerst griffen fünf Neo-Nazis fünf Jugendliche Alternative gegen 21:00 Uhr an, als diese sich auf dem Weg nach Hause Weg befanden. Sie forderten den Aufenthaltsort von Mitgliedern unseres Vereins. Als dieser „Forderung“ nicht nachgegangen wurde, wurde versucht mittels körperlicher Gewalt die Adressen rauszupressen. Nur durch Zufall stießen weitere Personen dazu, die eine schlimmere Auseinandersetzung verhindern konnten. Dennoch wurde eine Person die nicht tatenlos bei faschistischer Gewalt zusah verletzt. Sie erlitt eine Platzwunde die im Krankenhaus behandelt werden musste. Nur zwei Stunden später brannte das Vereinsdomizil unseres Vereins. Der Schaden beträgt mehrere zehntausend Euro.

Nur das schnelle Eingreifen von Feuerwehr hat das Übergreifen des Brandes auf ein Nachbarhaus verhindert und größeren Schaden abgewandt. Hierfür möchten wir uns bei der Feuerwehr ganz herzlich bedanken. Auch die Polizei hat endlich die Gefahrenlage erkannt und nimmt die Fälle ernst und sieht ein, dass ein Eingreifen unbedingt von Nöten ist, um weitere rechte Gewalt zu verhindern. Nur die Stadtverwaltung verkennt das Problem, relativiert die Gewalt und ist nicht bereit es beim Namen zu nennen. Auch belegte Zahlen von Verfassungsschutz, Opferberatung RAA und unseres Vereins finden bei der Stadtverwaltung keine Beachtung.

Es ist ein Armutszeugnis, das faschistische Problem auf „rivalisierende Jugendbanden“ zu reduzieren und zu meinen dass „ein Gespräch“ das Problem beseitige. Wer so kurzsichtig handelt und Neo-Nazis so einen Freifahrtschein für Gewaltakte liefert, sollte besser überdenken ob er sich wirklich als Demokrat bezeichnen kann.

Deshalb verlangen wir:

Eine Entschuldigung seitens der Stadtverwaltung und des Stadtoberhauptes, für falsche Unterstellungen und Anschuldigungen.

Ein öffentliches Bekenntnis zu dieser Problematik, sowie eine aktive Auseinandersetzung mit dem rechten Problem, sowie stärken von demokratischen Strukturen vor Ort.

Priorität sollte hier auf Vereine, Schulen und Jugendverbände gelegt werden

Naziterror vor Freiraumgrillen in Geringswalde

Die „solid Mittelsachsen“ Arbeitsgruppe „Freiraumgestalltug“ hat für den 7. August 2010 ein sogenanntes Freiraumgrillen in Geringswalde auf der Freilichtbühne angemeldet. Auf dem Kundgebungsprogramm stehen mehrere Infostände, 4 Bands, sowie kostenloses Mittagessen. Geplant ist die Veranstaltung von 10 bis 19 Uhr. Soweit ist alles bei der Stadt angemeldet und genehmigt.

Bereits vorigen Montag gingen bei der Stadtverwaltung Geringswalde Flyer ein, wo es sinngemäß folgender Inhalt weitergegeben wurde:
Deutschland den Dolchstoß versetzten, der deutsche Staat und seine Ämter sind Faschisten, diese Nazis müssen wir beseitigen usw. Unterzeichnet war dieser Flyer mit den Linke Ratsmitgliedern von Geringswalde, solid-Mitgliedern und dem Landesverband der Linken, worauf die Stadtverwaltung Geringswalde gegen diese Anzeige erstattete.

In der Nacht zum Freitag wurde gegen 22 Uhr das NPD Mitglied Sebastian Blochwitz, Wohnhaft in Geringswalde, auf der Dresdener Straße beim Verteilen in Briefkästen genau dieser Flyer erwischt, dabei gefilmt und von der Polizei (Spurensicherung) Fingerabdrücke sowie Personalien und Flyer sichergestellt.

Laut Pressemitteilung der Polizei handelte es sich jedoch um eine Gruppe Jugendlicher, die beim Austragen erwischt wurde.

6 Anzeigen wurden gegen S. Blochwitz gestellt, und eine solche Berichterstattung, wie sie in der Freien Presse zu finden war, ist nicht nur enttäuschend sondern schlichtweg eine falsche Information und eine Vertuschung der Wirklichkeit vor den Geringswalder Bürgern.

In der Nacht zum Freitag wurde ein 18 Jähriger nicht-rechter Jugendlicher von 5 vermummten Nazis derart traktiert, dass er in Rochlitz Ambulant behandelt werden musste. Am Sonntag wurde am helllichten Tag auf dem Markt in Geringswalde bei einer Genossin geklingelt und ihr mitgeteilt, das sie sich von ihren Freund trennen soll, weil dieser eine Zecke sei, die Mutter der jungen Freundin hörte diesen Sachverhalt und informierte die Polizei.
Angesichts dieser Anschläge auf die Freiheit und Gesundheit Geringswalder Genossen werden wir uns weder einschüchtern – noch zurückdrängen lassen, sonden noch zielstrebiger vorgehen.

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