Tag-Archiv für 'rochlitz'

-Neues vom NPD-Ortsverbandschef- Heute: Der Täter, der gerne mal Opfer wäre…

Die Ereignisse um seine Person scheinen in letzter Zeit nicht abzureißen. Nachdem wir letzte Woche vom Gewaltstreifzug des NPD-Ortsverbandschefs berichteten, ereigneten sich neue Vorfälle, in die P. Nickl letztes Wochenende verwickelt gewesen sein soll. Diesmal spielte sich das Ganze im beschaulichen Lunzenau ab, wo sich in der Nacht vom Freitag zum Samstag fünf dem alternativen Spektrum zu zuordnende Jugendliche aufhielten. Laut Zeugenaussagen sollen sich zu diesem Zeitpunkt auch ca. zehn vermummte Neonazis auf dem Lunzenauer Markt aufgehalten haben. Wie aus dem Nichts heraus soll, laut Zeugen, die Gruppe der Nazis das Auto, indem sich die fünf AntifaschistInnen zu diesem Zeitpunkt befanden, angegriffen haben. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass die alternativen Jugendlichen schon längere Zeit von den Neonazis beobachtet wurden. Erschrocken von der Angreifergruppe, setzte die Fahrerin des Wagens diesen in Bewegung, um aus der Bedrohungssituation zu flüchten. Dabei versuchte er, den entgegenkommenden Angreifern auszuweichen, einer stellte sich dem Wagen jedoch in den Weg und wurde daraufhin mit dem rechten Kotflügels des Autos gestreift. Es stellte sich später heraus, dass es sich bei dem im Weg stehenden Angreifer um P. Nickl handeln muss, weil dieser, um keine Dreistigkeit verlegen, kurz darauf gegen die Fahrzeughalterin des Wagens Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstattete. Es ist zu vermuten, dass der vorbestrafte NPD-Ortsverbandschef bei seinen Aussagen bei der Polizei wahrscheinlich verschwieg, warum sich das Auto in Bewegung setzte und wie sich die dazugehörige Vorgeschichte abspielte. In der Internetcommunity Facebook war kurz nach den Vorfällen zu lesen, Nickl habe Prellungen und Schürfwunden davon getragen. Seiner Rolle als Angreifer wurde natürlich auch hier keine Erwähnung geschenkt. Trotz seiner angeblichen Verletzungen schaffte es der NPDler Nickl dann jedoch am Sonntag, wie auch schon am voraus gehenden Wochenende, erneut alternative Jugendliche zu beleidigen. Geschehen in einem Cafe am Rochlitzer Markt, in welches er trotz schon erteilten Hausverbotes eindrang, um Gäste zu bepöbeln. Dank engagierter Bürger kassierte Nickl, dem in nächster Zeit wohl einige Briefe der Polizei in Haus flattern werden, hierfür eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Beleidigung.
Was das NPD-Mitglied dazu bewegte, sich durch eine Anzeige bei der Polizei vom Täter zum Opfer verkehren zu wollen, bleibt wohl kaum nachvollziehbar. Als Taktik, sich in der Öffentlichkeit als Saubermann und „Opfer“ von „bösen Linken“ darzustellen, ist dieses Verhalten seitens Nickl aber auch nicht neu.
Und wenn Herr Nickl gern einmal ein Opfer sein möchte, dann sollte er sich mit seiner Rolle als Opfer von in seinen Kopf eingebrannten menschenverachtenden Ideologien abfinden, denn das scheint er in der Tat zu sein.

NPD-Ortsverbandschef auf Gewaltstreifzug

Die Ereignisse des gestrigen Abends sind schockierend, aber für viele engagierte AntifaschistInnen nicht überraschend: Am Abend des 29.10.2011 soll der verurteilte Gewalttäter und NPD-Ortsverbandschef P. Nickl mit einem stadtbekannten Neonazi mehrere Menschen tätlich angegriffen haben. Begonnen soll sein Streifzug laut Augenzeugen gegen 20:30 haben. Dort soll er, zusammen mit seinem Begleiter, mehrere Jugendliche, die in der Rathausstraße auf ihren Bus warteten und wahrscheinlich nicht in das Weltbild eines führenden NPD-Mitgliedes passten, zunächst angepöbelt und dann schließlich einen Jugendlichen angegriffen haben. Dabei wurde unter anderem die Brille des Opfers zerstört. Eine halbe Stunde später etwa, sollen die Selben Täter einem Familienvater, der gerade in seiner Wohnung auf sein Kind aufpasste, einen Hausbesuch abgestattet haben. Kurz nachdem die Klingel ertönte, hörte dieser stumpfsinnige Parolen wie „Antifa – Hahaha“ und schaute darauf hin aus dem Fenster. Dabei will er Nickl erkannt haben, der ihn aufforderte, vor die Tür zu kommen. Als die beiden Täter bemerkten, dass der Familienvater dieser Aufforderung nicht nachkommen würde, zogen sie weiter. Ihr Streifzug endete laut Zeugen wieder in der Rochlitzer Innenstadt gegen 23 Uhr, wo sie erneut auf eine Gruppe alternativer junger Leute trafen. Wie schon einmal an diesem Abend, sollen sie auch diese Gruppe angegriffen haben – zum Glück konnten sich die Angegriffenen diesmal aber wehren. Trotz des Abwehrversuches erlitt dabei eines der Opfer Verletzungen.
Die Krönung des gestrigen Abends war jedoch über die Internetcommunity Facebook zu vernehmen, über die Nickl die Ereignisse glatt einmal umdrehen lies und sich als Opfer darstellte. Dort hieß es, Nickl sei von „mehreren Zecken angegriffen“ worden. Weiter hieß es: „ (…) ich wurde von pierre drum gebeten ein aufruf an alle zu verfügungstehenden kameraden zu machen und bitte euch nun darum euch auf dem weg nach rochlitz zu machen und diesen haufen von linken spinnern zu stoppen!!!!!!!!“ Für uns stellen diese im Internet öffentlich gemachten Meldungen ganz klar erstens – eine unglaublich dreiste Täter-Opfer-Umkehr und zweitens – einen indirekten Aufruf zu weiteren Gewalttaten dar.
Betonte die NPD gegenüber der Freien Presse kurz nach der Gründung des Ortsverbandes Rochlitz noch die Geläutertheit des neuen Chefs, sollte sich diese nach den jüngsten Ereignissen gut überlegen, ob ein Herr Nickl ein geeignetes Aushängeschild für ihre Partei ist. Mitteilunge wie: „ (…) Pierre Nickl habe den NPD-Kreisverband Mittelsachsen über seine Vergangenheit informiert. Man sei zu der Überzeugung gelangt, dass der 22-Jährige aus seiner Verurteilung gelernt habe und Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung ablehne“, wirken durch das Handeln des Ortsverbandschefs nicht nur unglaubwürdig, sondern lächerlich. Nickls Bemühungen um ein Saubermann-Image konnten viele seiner politischen Gegner noch nie täuschen. Das unter dem Schafspelz eben doch der Wolf von vergangenen Tagen und Taten steckt, hat sich für uns einmal mehr bewiesen.

Naziaktivitäten in Rochlitz halten an

Bereits am vergangenen Wochenende zeigten die Nazis der sächsischen Provinz einmal wieder, wie gefährlich und skrupellos sie sind. Ob es die Kundgebung der NPD in Geithain, das Inselfest in Rochlitz, oder ein Haus in Limbach, in dem ein Infoladen entstehen soll, war – überall sammelten sich große Gruppen von Nazis und trieben ihr Unwesen. Bei den Verantwortlichen der Kommunalpolitik und der Polizei spricht mensch gern vom Hochschaukeln zwischen Rechts und Links. Mit solchen Aussagen wird sich das Problem gern vom Hals geschafft. Doch wo das Problem wirklich liegt, zeigt der neuste Vorfall aus Rochlitz. In der Nacht vom Montag zum Dienstag griffen Nazis ein Wohnhaus in der Burgstraße in Rochlitz an. Dabei wurden 12 Pflastersteine durch die Scheiben im Erdgeschoss geschossen. Da sich in den Räumen Leute befanden, kann mensch nur von einem Glücksfall sprechen, dass es bei einem Sachschaden blieb und niemand verletzt wurde. Nach Angaben von Zeugen, sollen nach der Tat mehrere Personen in Richtung Gärtnerstraße davongerannt und mit zwei Pkw weggefahren sein. Dem Angriff voraus ging ein Aufruf in der Internetcommunity „Schueler.CC“, in welchem von Nazis dazu aufgefordert wurde, das Haus in der Burgstraße anzugreifen. Das an diesem Abend nur zwei Polizeistreifen für den ganzen Revierbereich Rochlitz/Burgstädt im Einsatz waren und die Einsatzkräfte bis zum Eintreffen am Tatort ca. 45 Minuten brauchten, zeigt einmal mehr, wie die Gefahr von rechts von öffentlichen Stellen unterschätzt wird. Wir fordern die verantwortlichen Stellen erneut dazu auf, die Bedrohung durch gewaltbereite Neonazis endlich wahrzunehmen und daraus auch Konsequenzen zu ziehen.

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